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“Statistischer Fliegenschiss”

Ob nun absichtlich oder nicht: Als die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) im August letzten Jahres mit der offenkundig selbst erhobenen Zahl von angeblich mehr als 3.500 gerissenen Nutztieren seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland indirekte Wahlkampfhilfe leistete, indem sie damit quasi den Wolfsgegnern eine Argumentationshilfe in die Hand spielte (die sich allerdings als zweifelhaft erwies, siehe hier!), war der Aufschrei allenthalben groß. Die übergrosse Zahl der angeblichen Wolfsrisse wurde von vielen Medien einfach unkritisch weiterverbreitet. (*1)

Niedersachsen: Nutztierrisse je Wolf sinken offenbar deutlich

Die für das Wolfsmonitoring in Niedersachsen zuständige Landesjägerschaft (LJN) veröffentlichte jetzt die Ergebnisse des Monitoringjahres 2016/2017 in einem Abschlussbericht. Demnach gab es zwischen Anfang Mai 2016 und Ende April 2017 insgesamt 2.398 dokumentierte Wolfsmeldungen, darunter 96 Falschmeldungen sowie zusätzlich 399 Telemetrie-Ortungen, die gesondert ausgewertet wurden.

Niedersachsen: Wolfspolitik der Großen Koalition hinterlässt (nicht nur) entsetzte FDP

Nun steht sie, die Große Koalition in Niedersachsen. Wichtig für die Wölfe: Umweltminister wird Olaf Lies (SPD), Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Die ehemalige Vorsitzende des niedersächsischen Landfrauenverbandes hatte bereits vor der Wahl als Schattenministerin kräftig gegen die Wölfe gewettert (Wolfsmonitor berichtete, hier!).

Landesjägerschaft Niedersachsen: Politisch motivierte Pressemeldung?

Anlässlich der 500. offiziellen Meldung eines vermeintlichen Nutztierrisses seit dem Jahr 2008 veröffentlichte die Landesjägerschaft in Niedersachsen gestern eine Gesamtbilanz mit einigen Interpretationen darüber im Rahmen einer Pressemeldung (Link am Ende des Artikels). Dazu erlaubt sich die Wolfsmonitor-Redaktion einige Anmerkungen:

Verwirrend? – “Wolfsexperte” ohne Zuständigkeit…

Regelmäßige Wolfsmonitor-Leserinnen und Leser haben sich sicherlich schon daran gewöhnt, dass sich diese Webseite bei der Veröffentlichung von Spekulationen über vermeintliche Wolfsübergriffe auf Nutztiere zunehmend zurückhält. Zu oft stellt sich später heraus, dass nichts an den Vermutungen dran war.

Am 30. April ist der “Tag des Wolfes” – Diesjähriges Motto: Erfolgsmodell Herdenschutzhund

Der 30. April jeden Jahres ist der “Tag des Wolfes”. Hierzu meldet der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in diesem Jahr (im Wortlaut):

“NABU: Herdenschutz schützt auch Wölfe”

Miller: Anstrengungen für einen flächendeckenden Herdenschutz in Wolfsgebieten müssen intensiviert werden