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Live and let die…

Während jetzt im Emsland auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 mit einer Überwachungskamera acht Wolfswelpen nachgewiesen wurden (wo der Nachwuchs des Vorjahres – sechs Jungtiere – abgeblieben ist, bleibt allerdings unklar), wurde auf Nachfrage der Rundfunkanstalt Berlin-Brandenburg (rbb) bekannt, dass bislang im Land Brandenburg auf Basis der Wolfsverordnung sieben Wölfe getötet wurden.

Emsland: Zahl der Wölfe unklar

Es war ein Wolf, der am 25. November mehrere Schafe einer grundschutzgesicherten Herde in der emsländischen 1400-Seelen-Gemeinde Spahnharrenstätte tötete. Das ergaben nun genetische Untersuchungen von Proben, die Wolfsberaterin Annika Börries seinerzeit sicherte.

Im Emsland sind die Wölfe los…

So ganz lässt sich das “Puzzle” aktuell nicht zusammensetzen. Noch sind demnach nicht alle offenen Fragen beantwortet. Aber nach dem zweiten Fotofallennachweis in meinem Heimatlandkreis innerhalb weniger Wochen sind sich die Wolfsmanager sicher: Das Emsland ist (wieder) Wolfsland.

Emsland wieder Wolfsland

Er war offenbar nie so ganz verschwunden, der Wolf im Emsland. Nachdem im Jahr 2013 eine Wolfsfähe auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienstelle 91 (WTD 91) in Meppen, einem Militärgelände, das mit einer Fläche von rund 200 Quadratkilometern den größten instrumentierten Schießplatz Westeuropas darstellt, von einer Fotofalle fotografiert und ein Jahr später eine weitere Fähe im südlichen Emsland nachgewiesen wurde, sorgte Wanderwolf „Kurt“, der Wurfbruder des später getöteten Wolfes „Kurti“ (MT6), im März 2015 für Aufsehen in dem niedersächsischen Landkreis, als er auf seinen Abstecher in die Niederlande die Region zwischen Lingen und Meppen durchquerte.

Niederlande: Ist der Wolf bei Beuningen (Twente) die residente Wolfsfähe aus dem Emsland?

Der Anfang September in der niederländischen Ortschaft Beuningen (unscharf) fotografierte Wolf könnte die sogenannte „residente Wolfsfähe“ sein, die erstmals im April 2013 auf dem Schießplatz in Meppen nachgewiesen und rund ein Jahr später von einer Wildkamera auf dem Schießplatz Nordhorn-Range aufgenommen wurde.

Davon geht zumindest Roel Korbee von der niederländischen staatlichen Forstverwaltung aus. Seltsam nur: Die Hinterlassenschaften der vermeintlichen Wölfin enthielten keinerlei Knochen, was für einen Wolf eher untypisch ist.