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Gesellschaft zum Schutz der Wölfe: „Wolfsabschuss ist kein Herdenschutz!“

Die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe (GzSdW) veröffentlichte jetzt im Rahmen einer Pressemeldung einen „Offenen Brief“ an die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner wegen dem geplanten “Abschuss auffälliger Wölfe” (im Wortlaut):

Sachsen: 40 tote Schafe

Schafe der Naturschutzstation “Östliche Oberlausitz” bei Niesky in der Oberlausitz sind jetzt von Wölfen attackiert worden. Die Weidefläche der Herde, von der bei dem Übergriff 40 Schafe und fünf Ziegen getötet wurden, waren offenbar mit einem 1,10 Meter hohen Flexinetz-Elektrozaun gesichert, obwohl der vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) „empfohlene Schutz“ bei mindestens 1,20 Meter liegt.

Fragwürdiger “Fünf-Punkte-Plan”?

Was sich die CDU-Spitzen in Sachsen da offenbar gerade beim Thema Wolf zusammenreimen, hat – so könnte man meinen – weder Hand noch Fuß. Anders als beispielsweise in Brandenburg, wo man sich zuletzt eine eigene Wolfsverordnung verpasst hat und damit tatsächlich zum Vorreiter im Wolfsmanagement wurde, redet man sich seitens der CDU in Sachsen die Dinge – wie nun bei der von der Landtagsfraktion organisierten Veranstaltung „20 Jahre Wölfe in Sachsen“ – offenbar lieber schön.

Tamás: Jäger, die zum Rechtsbruch aufrufen, sollten Gewehr und Jagdschein abgeben müssen

Silvester Tamás ist Ansprechpartner für Fragen zu Wolf, Wildkatze und Luchs in Thüringen (NABU Thüringen). In einem Interview äußerte er nun, dass sich Jäger, die den Wolfsabschuss fordern, … „klar gegen geltendes Recht aussprechen. Dabei sollten sie sich klar und deutlich zum Artenschutz bekennen.“

Stoppt Eilantrag Wolfsabschusspläne in Sachsen?

Der vor einer Woche vom sächsischen Umweltministerium auf Antrag des Landkreises Bautzen genehmigte, jedoch höchst umstrittene Abschuss eines einzelnen Wolfes aus dem Rosenthaler Rudel wurde nun mittels eines Eilantrags, der jetzt beim Verwaltungsgericht Dresden gestellt wurde, gestoppt.