Hat das Zeug zum Pỵrrhussieg: Die „Kraft der Vermutung“…

Da schreibt also der Chefredakteur einer ostdeutschen Bauernzeitung in einem Kommentar eine Lobhudelei auf die „Kraft der Vermutung“, bei der nicht die Fakten sondern allein die „puren Möglichkeiten zählen“. Anschließend erklärt er uns, warum man Wolfsfreunden trotz noch so vieler Argumente nicht trauen wird.

Es mag vielleicht zutreffen, dass man sich diese wenig faktenorientierte Argumentationsweise sogar von anderen abgucken kann. Ein Blick über den großen Teich dürfte genügen, um diese Vermutung zu bestätigen.

Mit Hilfe dieser Form der „Vermutungsfaktenmacherei“ lässt sich jedoch jeder demokratische Diskurs auf Dauer wirksam unterminieren.

Die Sinnhaftigkeit des vom Chefredakteur vorgeschlagenen Handelns sei deshalb ernsthaft hinterfragt.

Denn wem nützt es, wenn dabei die gesellschaftlichen Gruppen weiter „auseinandergetrieben“ werden? Viele Bauern fürchten bereits heute ernsthaft um ihr gesellschaftliches Image.

Da dürfte es am Ende dann auch wenig hilfreich sein, wenn ein Chefredakteur einer Bauernzeitung noch Öl ins Feuer gießt, indem er von „Gegnern“ spricht, die „es mit den eigenen Waffen zu schlagen gilt“…

Hier finden Sie den Link zum Bauern-Zeitungs-Kommentar von Dr. Thomas Tanneberger!


Quelle: Bauern Zeitung, www.bauernzeitung, Kommentar zum Heft 14/2017 von Dr. Thomas Tanneberger: „Den Gegner mit den eigenen Waffen schlagen“, abgerufen am 10.4.2017

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