Wölfe als politische Einstiegsübung?

Von einem Polit-Greenhorn mit der Biographie eines Jörn Schepelmann sollte man als lebenserfahrener Zeitgenosse grundsätzlich (noch) nicht allzu viel erwarten. Jetzt haben sich allerdings die Erwartungen an ihn offenbar nicht nur erfüllt, sie werden beim Thema Wolf sogar noch weit übertroffen.

Mit seinen Einlassungen zum Wolf beweist der CDU-Nachwuchspolitiker nämlich, dass er noch eine Menge zu lernen und offensichtlich auch (noch) nichts vom Thema Herden- und Wolfsschutz verstanden hat.

Man betrachte nur, wie er mit der Begrifflichkeit „sicher eingeschätzte Zäune“ (gemeint ist offensichtlich der Grundschutz, der eine völlig andere Funktion erfüllt) umgeht und dann – absichtlich oder aus Versehen – völlig falsche Schlussfolgerungen daraus zieht.

Wölfe kehren nämlich nahezu immer dahin zurück, wo sie einst erfolgreich Beute gemacht haben. Das gehört zu ihrer Natur und deshalb ist der präventive Herdenschutz so wichtig, bevor ein Wolf erstmals übergriffig wird.

Der vermeintliche Wolfsübergriff in der Ortschaft Heese ist deshalb – so traurig das klingt – auch überhaupt nichts Außergewöhnliches. Der eigentliche Fehler wurde offenkundig weit früher begangen.

Typen wie Schepelmann erdreisten sich allerdings trotzdem, ihre Unwissenheit zum Maßstab der Dinge zu erklären und Herdenschutzmaßnahmen für unwirksam zu erklären.

Damit sind sie Teil des Problems und nicht Teil einer Lösung!

Just my two cents…

Jürgen Vogler


Quelle: Celle Heute vom 19.3.2018: „Schepelmann: „Sichere Weidezäune verhindern keinen Wolfsangriff“, abgerufen am 20.3.2018, hier der Link!

 

Kommentar verfassen