Wolfstotfund bei Cuxhaven: Landesjägerschaft stellt Strafanzeige und setzt 3000 Euro Belohnung aus

Die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) teilt in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung mit, dass sie für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Todesschützen führen, eine Belohnung in Höhe von 3.000 € aussetzt.

Der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, Helmut Dammann-Tamke, nimmt dazu wie folgt Stellung: „Klar ist, bewahrheiten sich die ersten Informationen, liegt hier ein schwerer Verstoß gegen das Naturschutzgesetz vor. Losgelöst von den noch vielen offenen Fragen, verurteilen wir eine solche Tat auf das Schärfste und erstatten daher Anzeige gegen unbekannt“. Die vollständige Pressemitteilung der LJN im Wortlaut:

„Landesjägerschaft Niedersachsen zu Totfund eines Wolfes im LK Cuxhaven

Tatumstände noch unklar – Ermittlungsergebnisse abwarten /LJN stellt Strafanzeige gegen unbekannt und setzt Belohnug aus


Am 25. September 2016 ist im Landkreis Cuxhaven nach Informationen des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ein toter Wolf aufgefunden worden. Die genaue Todesursache müsse noch geklärt werden. Die Art der Verletzungen lasse die Vermutung zu, dass der Wolf möglicherweise geschossen wurde. Die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) zeigt sich in einer ersten Reaktion zutiefst erschüttert:

„Klar ist, bewahrheiten sich die ersten Informationen, liegt hier ein schwerer Verstoß gegen das Naturschutzgesetz vor. Losgelöst von den noch vielen offenen Fragen, verurteilen wir eine solche Tat auf das Schärfste und erstatten daher Anzeige gegen unbekannt“, so Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen – seit 1979 anerkannter Naturschutzverband.

Genauso entschieden wandte sich der LJN-Präsident allerdings gegen vorschnelle Schlussfolgerungen und mögliche voreilige Vorverurteilungen, die in solchen Situationen schnell entstünden. Es gelte zunächst die Untersuchungsergebnisse abzuwarten. Der Fall im Landkreis Cuxhaven wirft derzeit  noch viele Fragen auf: So lassen erste Informationen vermuten, dass der Fundort des Tieres nicht der Ort ist, an dem es getötet worden ist. Da auch der genetische Fingerabdruck noch aussteht fehlt zudem die Erkenntnis, ob es sich bei dem Tier um eines aus dem ansässigen Cuxhavener Rudel handelt.

„Sollte es sich um einen Wolf handeln, der dorthin gebracht worden ist – möglicherweise genau mit der Intention das er dort gefunden wird – stellt sich natürlich die Frage des warum und wieso“, so Dammann-Tamke weiter. Erst kürzlich hatte der Vorfall einer mutmaßlich von einem Wolf gerissenen Kuh genau in dieser Region bundesweit für Schlagzeilen gesorgt.

„Wir von unserer Seite haben höchstes Interesse daran, dass dieser Vorfall lückenlos aufgeklärt wird“, so Dammann-Tamke abschließend in einer ersten Stellungnahme der LJN. Die Landesjägschaft Niedersachsen setzt für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 3.000 € aus.

Nicht nur im Landkreis Cuxhaven sondern flächendeckend im Land beteiligen sich die Jägerinnen und Jäger seit dem Jahr 2012 sehr intensiv und aktiv federführend am Wolfsmonitoring in Niedersachsen. Die Ausbreitung der Wölfe in Niedersachsen wird wissenschaftlich dokumentiert. Das Umweltministerium hat mit dem Wolfsmonitoring die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. beauftragt, die diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) und den rund 100 Wolfsberatern wahrnimmt. Wer Spuren, Losungen oder Risse findet, die auf einen Wolf hinweisen, oder einen Wolf sieht, sollte seinen Fund dem örtlichen Wolfsberater oder der Landesjägerschaft Niedersachsen (wolf@ljn.de) melden.“

Quelle: Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), www.ljn.de, News-Artikel vom 27.9.2016: „Landesjägerschaft Niedersachsen zu Totfund eines Wolfes im LK Cuxhaven“, abgerufen am 27.9.2016, hier der Link!

Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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