Bereitet der „Morgengraue“ aus Bremen gleich Grund zur Sorge?

Wenn ein Jäger offenbar nicht weiß, worüber er spricht und eine Zeitung offenkundig auch nicht so wirklich, was sie schreibt, entwickelt sich zwar nicht zwangsläufig, aber mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine Geschichte, die irgendwie „märchenhaft“ anmutet.

Oder wie darf man es verstehen, wenn Bremens Landesjägerschafts-Vizepräsident (LJB) Marcus Henke unmittelbar nach dem ersten echten Nachweis eines Wolfes in Bremen verkündet, es „gebe einen gewissen Grund zur Sorge“, weil der Wolf „offenbar die Scheu vor den Menschen verloren“ habe. Aus seiner Sicht sei der Wolf nämlich „in den urbanen Raum in unmittelbarer Wohnnähe eingedrungen.“

Der „Morgengraue“ wurde (noch fast) in der morgendlichen Dämmerung etwa 20 Meter an einem Gebäude vorbeilaufend auf einem Acker fotografiert, woraus sich üblicherweise keinerlei Auffälligkeit ableiten lässt, da „unbelebte Infrastruktur“ einfach zu jedem Wolfsrevier gehört und deshalb für die Beutegreifer nichts ist, wovor sie sich gewöhnlich fürchten.

Sollte es nun in Bremen vielleicht einer der vielen jungen Wanderwölfe auf Revier- oder Partnersuche gewesen sein, von denen gerade jetzt in der Ranzzeit wieder viele unterwegs sind, kommt oft sogar noch eine „Portion“ jugendlicher Leichtsinn dazu, der sich aber mit der Zeit zumeist „herauswächst“.

Woran nun festgemacht wird, dass dieser Wolf die Scheu vor Menschen verloren haben soll, bleibt zumindest der Beschreibung nach schleierhaft.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel aus dem Weser-Kurier!


Quelle: Weser Kurier, www.weser-kurier.de, Pascal Faltermann am 30.01.2017: „Wolf in Bremen Borgfeld gesichtet“, abgerufen am 31.1.207


Anmerkungen: Alle Angaben ohne Gewähr!

 

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