Dilettanten-Dämmerung, oder „ein Ungebildeter glaubt, was ihm passt.“

Google ich „Volontär“, bietet mir die Suchmaschine als ersten Eintrag: „…jmd., der zur Vorbereitung auf seinen späteren Beruf gegen geringe Bezahlung in einem Betrieb arbeitet.“ Aha, denke ich. Also jemand, der noch übt. Ein Praktikant demnach. Bei der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) durfte nun Volontär Markus Pöhlking beim Thema Wolf mal ran.

Dem Inhalt tut so etwas offensichtlich nicht immer gut. Wenn ich so qualitativ und geistig hochwertige “Ergüsse“ lesen will wie folgende Erkenntnis in einem Kommentar von Pöhlking,

…“Natürlich, der Wolf war früher mal Bestandteil des hiesigen Ökosystems. Das leidet bekanntermaßen erheblich unter dem Rückgang der Artenvielfalt. Für deren Stabilisierung bräuchte es dringend Maßnahmen. Aber keinen Wolf. Denn mal ehrlich: Hat ihn in den Jahrhunderten seiner Abwesenheit eigentlich jemand vermisst?

…finde ich davon abertausende ähnlicher Weisheiten in den „letzten Winkeln“ der Sozialen Medien. Und da gehören sie meines Erachtens nach 19 Jahren, in denen Wölfe wieder in Deutschland leben, auch hin!

Aber nicht nur Volontäre „schwächeln“ manchmal. In der Südwest Presse schrieb Mathias Hausding jetzt, dass der Wolf – so zeige es die gestern in Potsdam beendete Umweltministerkonferenz – zum Kostenfaktor werde. Und die Debatte damit um eine Facette reicher.

Wohl nur für jemanden, der in den letzten 19 Jahren tief und fest geschlafen hat, möchte man hinzufügen. Was bietet mir Google eigentlich für Antworten an, wenn ich das Wort „Dilettantismus“ eingebe?


„Ein Ungebildeter glaubt, was ihm passt.“

Ludovico Ariosto (1474 – 1533), italienischer Lyriker


Quelle:

(*1) NOZ, Kommentar von Markus Pöhlking am 17.11.2017: „Wer hat den Wolf eigentlich vermisst?“, abgerufen am 17.11.2017, hier der Link!

(*2) Südwest Presse, Kommentar von Mathias Hausding am 18.11.2017: „Bauer gegen Wolf: Kostenfaktor Wildtier“, abgerufen am 18.11.2017, hier der Link!

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