Brandenburg: Rinder- und Pferdehalter Opfer von Wolfsangriffen?

In Brandenburg werden zunehmend Rinder- und Pferdehalter Opfer von Wolfsangriffen. So schreibt es die „Märkische Allgemeine“ gestern auf ihrem Online-Portal „maz-online“. (*1)

Außerdem ist zu lesen, dass „Landnutzer der Landesregierung vorwerfen, das Thema zu verharmlosen“.

Kommentar:

Dazu zweierlei: Mit ist persönlich kein Fall bekannt, in dem ein Rinder- oder Pferdehalter Opfer eines Wolfsangriffes wurde. Auch nicht in Brandenburg.

Nutztiere werden jedoch durchaus hin und wieder Opfer von Wölfen. Besonders, wenn sie unzureichend geschützt werden. In der Summe allerdings ernähren sich die Wölfe im statistischen Mittel zu über 99 % von wildlebenden Beutetieren.

Dem Vorwurf des „Lobbyvereins Forum Natur“, die Landesregierung würde das Thema verharmlosen, sei entgegnet, dass das gewählte Thema vielleicht in der Realität nur nicht eine solch hohe politische Relevanz hat, wie der „Lobbyverein“ sich das wünschen würde.

Insofern wäre auch der „Gegenvorwurf“ zu überprüfen: Denn vielleicht übertreibt der Lobbyverein mit seinen Vorwürfen ja auch in einem solch hohen Maß, dass die Landesregierung ihn als ernstzunehmenden Gesprächspartner bereits disqualifiziert hat?

Herzlichst

Ihr

Jürgen Vogler

(Quellen: (*1) Märkische Allgemeine, www.maz-online.de vom 22.6.2016: Artikel:“Jäger warnen vor Wolfsboom in Brandenburg“, abgerufen am 23.6.2016, hier der Link!)

Beitragsfoto: Heiko Anders (www.andersfotografiert.com)

 

Kommentar verfassen