Gutachten zu Cuxland-Wölfen lässt weiter auf sich warten…

Christian Döscher von Nord24.de berichtete nun, dass die Vertreter der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zurzeit offenbar derart überlastet sind, dass ein bereits für Oktober angekündigtes Gutachten – auf dessen Grundlage laut Döscher über den Abschuss der Cuxland-Wölfe entschieden werden sollte – immer noch nicht vorliegt.

Zurzeit ließen sich deshalb keine Aussagen darüber treffen, wann der Bericht dem niedersächsischen Umweltministerium vorliegen wird, so eine Pressesprecherin des Bundesamtes für Naturschutz, dem die DBBW zugeordnet ist, gegenüber Nord24.de.

Eine Äußerung, die Wolfsberater Hermann Kück – der unlängst sogar den Abschuss der Jungwölfe forderte – zu dem Schluss kommen lässt, dass erst einmal nichts passiere.

Anders als Kück, der die Jungwölfe als „verhaltensauffällig“ bezeichnete, weil sie ohne Elterntiere aufwuchsen (die Fähe wurde illegal erschossen, das Vatertier wurde seit Beginn des Jahres nicht mehr nachgewiesen), scheint jedoch das niedersächsische Umweltministerium (MU) die Lage zu beurteilen.

Einer Pressemeldung des Ministeriums vom 14. Dezember zufolge sind bisher aus dem Raum Cuxhaven keine Risse von Rindern bekannt geworden, die durch geeignete Zäune gegen Wolfsangriffe geschützt gewesen wären. (*2)

Insofern könnte Kück mit seiner Einschätzung, dass erst einmal nichts passieren wird, durchaus richtig liegen…


Quellen:

(*1) Nord24.de: „Forscher überlastet: Bericht über Cuxland-Wölfe verzögert sich weiter“ von Christian Döscher am 18.12.2017, abgerufen am 19.12.2017, hier der Link!

(*2) Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz: „Entnahme der Wolfsrudel in Barnstorf-Goldenstedt und Cuxhaven“, Abrufdatum 19.12.2017, hier der Link!


Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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