Wolf aus Meck-Pomm läuft bis nach Lüttich (Belgien)

Einer der Wölfe, die seit Oktober 2015 im Rahmen eines Forschungsprojektes aus Mitteln der Jagdabgabe in Mecklenburg-Vorpommern besendert wurden, konnte nun fast 600 Kilometer südwestlich seines Herkunftsortes in der Lübtheener Heide in der Nähe der wallonischen Ortschaft Sprimont bei Lüttich in Belgien nachgewiesen werden.

Im Oktober 2015 gelang es in Mecklenburg-Vorpommern erstmals, den männlichen Wolfswelpen „Arno“, der jedoch bereits Ende 2016 illegal erschossen aufgefunden wurde, aus dem Rudel in der Lübtheener Heide mit einem GPS-Sender auszustatten.

Die Besenderung der Wolfsfähen „Naya“ aus dem gleichen Rudel wie „Arno“, sowie „Emma“ im Dezember 2016 machten das besenderte Trio seinerzeit komplett (Wolfsmonitor berichtete, hier!)

In der Weihnachtszeit hatte der nun nachgewiesene Wolf, es müsste sich dabei also entweder um „Emma“ oder „Naya“ handeln, die Grenze von Deutschland zu den Niederlanden überquert. Am 2. Januar ist die Fähe dann von dort nach Belgien weitergezogen.

Zuletzt war sie unter anderem in der Nähe der Militärkaserne von Leopoldsburg ausgemacht worden. Die Wolfsfähe hat somit die benannte Strecke innerhalb von zehn Tagen zurückgelegt.

Belgien war – laut Flandern-Info – das letzte Land auf dem europäischen Kontinent, dass in jüngster Zeit noch nicht von einem Wolf durchquert worden war. Im August 2011 war in Gedinne, in den Ardennen kurzzeitig ein wilder Wolf gemeldet worden, dessen Spur sich dann aber verlor.


Quelle: Flandern Info.be vom 13.1.2018: „Deutscher Wolf in Flandern unterwegs“, abgerufen am 14.1.2018, hier der Link!

Beitragsfoto: Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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