Wolfsmonitor – Seite 36 – Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

Der Wolf als Sündenbock für eine verfehlte Agrarpolitik

In ihrem Gastbeitrag bei der Nordwest Zeitung schreibt die Parlamentarische Geschäftsführerin und Naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion Steffi Lemke treffend: „Der Wolf wird zum Sündenbock für eine verfehlte Agrarpolitik gemacht.“

Politische Wolfsschizophrenie

„Wie schnell man doch von der Weinkönigin zur Wolfsjägerin werden kann, das zeigt sich an Julia Klöckner, dem Rotkäppchen aus Rheinland-Pfalz. Möchte sie sich damit als Landwirtschaftsministerin schon mal um die Ehrenmitgliedschaft beim Deutschen Bauernverband bewerben?“, fragt der Journalist, Sozialwissenschaftler und Krimiautor Dr. Lothar Ulsamer in seinem Beitrag „Politiker mit Rotkäppchen-Syndrom – reif für unsere Parlamente?“

Nach dem Wolfsgipfel

Am gestrigen Donnerstag fand in Berlin der sogenannte Wolfsgipfel zwischen Agrar- und Umweltministerium statt. Offenbar fand man jedoch keine schnelle Einigung zwischen den Diskutanten, man sei noch in Gesprächen, teilten die Ministerien dazu noch am selben Tag mit. (*1) Nur Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sprach bereits von einer Einigung (*2).

Kommentar zum angeblichen „Problemwolf“ in Schleswig-Holstein

Im Kreis Pinneberg sind zwischen dem 28. Dezember und dem 2. Januar in Hemdingen und Bilsen in drei Fällen Schafe hinter 108 Zentimeter hohen Flexinetz-Zäunen gerissen worden. Obwohl entsprechende DNA-Analysen noch in Bearbeitung sind, wird bereits offen von Wolfsübergriffen gesprochen.