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Zunehmend Hinterzimmerpolitik bei unliebsamen Wolfsmanagement-Entscheidungen?

Wir erinnern uns: Im Januar erteilte das Land Sachsen die Genehmigung, den bei Rietschen im Kreis Görlitz vagabundierenden Wolf mit dem Spitznamen „Pumpak“ (polnisch für „der Fette“) abzuschießen (hier!). In der April-Ausgabe der Jagdzeitschrift „unsere Jagd“ sind nun einige Hintergrundinformationen über den damals vorgesehenen “Entnahmeprozess” zu lesen, so zum Beispiel:

Eilmeldung: Sachsen erteilt Genehmigung für den Abschuss von Wolf „Pumpak“!

Das Land Sachsen hat heute offenbar die Genehmigung erteilt, den seit Tagen bei Rietschen (Kreis Görlitz) vagabundierenden Wolf mit dem Spitznamen „Pumpak“ (polnisch für “der Fette”) abzuschießen. Das erfuhr die Leipziger Volkszeitung nach ihrer Anfrage beim Umweltministerium in Dresden. Die Begründung für die Abschussgenehmigung laute: Die Sicherheit der Menschen gehe vor den Artenschutz!

Sachsen: Erschossener Wolf im Kreis Görlitz gefunden

Letzten Samstag (9. Juli) wurde in einem Wald bei Biehain im Kreis Görlitz ein erschossener Wolf gefunden. Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen haben umgehend die Ermittlungen wegen der illegalen Tötung des Wolfes übernommen.

Es ist laut Sächsischer Zeitung der sechste Fall einer gesetzwidrigen Wolfstötung seit 2011 in Sachsen, der kriminalpolizeilich untersucht wird.