Wolfsschäden – Wolfsmonitor

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Schäden: Wölfe sind eine kostengünstige Wildtierart

Aus vorliegenden Zahlenreihen die richtigen Schlüsse zu ziehen, fällt nicht nur den „Wirtschaftsweisen“ oder den „Wahlforschungsinstituten“ bei ihren Vorhersageversuchen nicht immer leicht. Häufig liegen nämlich selbst diese Experten mit ihren Prognosen voll daneben. Warum solle es anderen dabei besser ergehen?

Wolfsschäden rasant angestiegen? Offenbar nicht überall…

Seit der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland verursachten Wölfe – so schrieb “t-online.de” noch im letzten Jahr – „vernachlässigbar geringe Schäden.” In diesem Jahr heißt es auf der selben Plattform, die „Schäden nehmen rasant zu“. Was ist geschehen?

Wolfsschäden im Vergleich zu Schäden von Mardern vernachlässigbar gering

Im Jahr 2015 verursachten allein Marder in Deutschland Schäden in Höhe von 63 Millionen EURO – vorwiegend an Autos. Im Vergleich dazu klingt die Summe aller Wolfsschäden seit der Rückkehr der Beutegreifer im Jahr 2000 vernachlässigbar gering. Sie liegt bei etwa 500 Tausend EURO.

Wolfsfonds springt in Schleswig-Holstein ein!

Schäfer Jan Siebels aus Blumenthal in Schleswig-Holstein hatte im Jahr 2015 zweimal unter Wolfsübergriffen zu leiden. Zahlreiche seiner Schafe wurden dabei getötet oder mussten aufgrund ihrer Verletzungen erlöst werden.

Der gemeinsame Wolfsgarantiefonds, den der Freundeskreis freilebender Wölfe, der NABU Schleswig Holstein, der WWF, die Klara-Samariter-Stiftung, die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und der Wildpark Eekholt bereits im Jahr 2010 gründeten, hat ihm nun den entstandenen finanziellen Schaden, der aufgrund einer EU-Verordnung durch die so genannten De-minimis-Regelung wegen bestehender Höchstgrenzen für Schadensausgleichszahlungen nicht gedeckt war, erstattet. Immerhin 3.877 Euro!

Nach der EU-Regelung dürfen einem Tierhalter innerhalb von drei Jahren maximal