Wolf – Seite 12 – Wolfsmonitor

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Bisherige Versäumnisse im Herdenschutz dürfen nicht länger ignoriert werden

Zum aktuellen Treffen der Umweltminister von Bund und Länder appelliert der NABU, das Thema Herdenschutz endlich in den Fokus zu rücken, um eine möglichst konfliktarme Koexistenz von Mensch, Weidetier und Wolf zu ermöglichen. Die Meldung im Wortlaut:

Ausgerechnet Frauke Petry: Wie reinrassig ist der sächsische Wolf?

Wer die mediale Aufmerksamkeit auf sich lenken will, weiß sich beim Thema Wolf stets in guten Händen. Scheint, als hätte das nun auch Frauke Petry gemerkt. Laut „Tag24“ hat sie es sich nämlich nun zur Aufgabe gemacht, einer „Initiative selbsternannter Wolfs-Experten Gehör zu verschaffen“, die infrage stellen, ob der sächsische Wolf wirklich reinrassig ist.

Wolfskritische Verbände in der „Lückenfalle“

Die neueste Meldung, in der es heißt, dass 19 wolfskritische Tierhalter-, Jäger- und Waldbesitzer-Verbände vor einer weiteren Ausbreitung der Wölfe warnen und den Behörden sogar vorwerfen, die exakten Zahlen zur Wolfspopulation zu verschleiern, erfüllt interessanterweise treffsicher alle Kriterien für einen sogenannten „Lückenpresse“-Artikel.

Studie zeigt: 1769 Wolfsrudel in Deutschland denkbar

Der SPIEGEL nahm sich nun einer Wolfspopulations-Studie an, die aus 2014 stammt und hier auf Wolfsmonitor bereits im August 2015 vorgestellt wurde (siehe unten). Wenn man einschränkend akzeptiert, dass sich Wölfe nicht wie Kaninchen fortpflanzen und Fibonacci-Algorithmen heute eher die Börse als das Fortpflanzungsgeschehen großer Beutegreifer bereichern, findet man einen durchaus lesenswerten Artikel vor:

Aktuelle „Fake News“ und Nutztiere „to go“

Für Leserinnen und Leser dieser Seite nicht neu: Wolfsmonitor hat sich abgewöhnt, jeden angeblichen Wolfsriss zu thematisieren. Gründe dafür werden gerade mal wieder ausreichend geboten. Und deshalb macht es erstens wenig Sinn, Risse zu zählen oder auch nur darüber zu schreiben, wenn Herdenschutzmaßnahmen fehlten. Denn dann hat der Halter den Wölfen die Nutztiere quasi fahrlässig „to go“ angeboten.

Zurückgetretener Wolfsberater über Populismus, Politik und geschürte Panik

Franz-Otto Müller trat nun als Wolfsberater in der Wesermarsch zurück. In einem Interview mit dem Weser-Kurier zieht er Bilanz: Das eigentliche Problem in der Region seien nicht die Wölfe, sondern Hunde, populistische Politiker und panikschürende Interessenvertreter wie das Landvolk und die Schafzuchtverbände.