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Ist die Angst vor Hunden gleichzusetzen mit der Angst vor Wölfen?

Ich frage mich zurzeit häufiger, warum es gerade in den Sommerferien so ruhig um Deutschlands Wölfe wird. So war es bereits letztes Jahr und heuer ist es wieder so.

Liegt es allein daran, dass sie ihren noch sehr jungen Nachwuchs in aller Heimlichkeit großziehen oder einfach nur daran, dass viele Journalisten in die Ferien gefahren sind?

Psychologe: Die Angst vor Wölfen ist biologisch programmiert

Die Angst vor Spinnen, Schlangen oder auch Hunden ist biologisch im Menschen “angelegt” und wird dann quasi „ausgelöst“. Und zwar dann, wenn Menschen jemanden sehen, der sich selbst ängstigt. So verhält es sich auch mit der oft beschriebenen Angst vor dem Wolf.

Zu diesem Ergebnis kommt der Evolutionspsychologe Harald Euler in einem Interview mit der HNA, der “Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen”, in dem die Journalistin Michaela Pflug die Ursachen der Ängste hinterfragt.

Umgang mit Wölfen in Deutschland als Vorbild für Finnland

Obwohl in Finnland nur rund 5,4 Millionen Menschen leben – die Bevölkerungsdichte also mit 17 Einwohnern je Quadratkilometer sehr gering ist (selbst in Brandenburg leben statistisch 83 Menschen auf jedem Quadratkilometer) und drei Viertel der Landesfläche bewaldet ist, haben die Menschen dort Angst vor den etwa 240 Wölfen.
Wölfe leben dort deshalb auch nicht so sicher wie in Deutschland. Sie sind zwar geschützt, allerdings gibt es Ausnahmegenehmigungen. Jährlich werden bis zu 20% der Gesamtpopulation letztlich aus mangelnder Kenntnis über gewöhnliches Wolfsverhalten zum Abschuss freigegeben.