Jetzt „nur“ noch ein Calanda-Jungwolf auf der offiziellen Abschussliste

Nach dem illegalen Abschuss eines Jungwolfes im Kanton Graubünden dürfen die zuständigen Jagdbehörden bis Ende März jetzt „nur“ noch einen anstatt zwei Jungwölfe des Calanda-Rudels töten. Das Kontingent wurde auf ein Tier reduziert, nachdem Unbekannte einen Wolf, dessen Kadaver im Oberengadin unter einer Brücke gefunden wurde, illegal mit Schrot erschossen hatten. Die Behörden vermuten, dass der erschossene Jungwolf aus dem Calanda-Rudel stammt.

Die umstrittene Abschussbewilligung wurde Ende des Jahres 2015 unter dem Widerstand der Naturschutzverbände erteilt und ist bis Ende März – also noch knapp zwei Wochen – gültig. Sie wurde erteilt, damit die Wölfe wieder scheuer werden.

Der illegale Abschuss wird nun auf die genehmigte Abschusszahl angerechnet, erklärt der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi nach Angaben des „Schweizer Radio und Fernsehens (SRF)“ vom Freitag. Demnach soll die Wildhut bis Ende März dennoch einen zweiten Jungwolf aus dem Calanda-Rudel töten. Warum, erklärt sich laut Brosi aus der Verfügung der Bündner Regierung, die besagt, dass in Graubünden zwei Wölfe zum Abschuss freigegeben wurden.

Ob man allerdings in den nächsten zwei Wochen tatsächlich zum Abschuss kommt, ist fraglich. Das Calandamassiv ist überwiegend schneefrei. Die Wölfe halten sich deshalb zurzeit mit ihrer Hauptnahrung, den Hirschen, in höheren Lagen auf.

(Quelle: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), www.srf.ch, vom 18.03.2016, Artikel: „Nach illegaler Tötung: Nur noch ein Wolf auf der Abschussliste“, abgerufen am 20.03.2016, hier der Link!)

 

 

 

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