BUND-Petition appelliert an Brandenburgs Umweltminister: Schützen statt schießen!

Mit der Bitte an Brandenburgs Minister Vogelsänger, besser Maßnahmen zum Schutz von Weidetieren umzusetzen und zu fördern, die der heutigen Zeit angemessen und wissenschaftlich fundiert sind, statt für den erleichterten Abschuss von Wölfen einzutreten, ruft nun der BUND-Brandenburg auf seiner Webseite zur Teilnahme an einer Petition auf.

Trennt Befürworter und Gegner der Wölfe nur noch eine kleine Hürde?

In Potsdam fand gestern eine lang angekündigte Anti-Wolfs-Kundgebung mehrerer Landnutzerverbände (darunter auch der Bauernbund Brandenburg) statt. Bis zum Veranstaltungstermin gingen den Veranstaltern offenbar jedoch weitestgehend die Themen aus. Der Grund: In dieser Woche stellte der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags einerseits fest, dass für die Forderung des Bauernbundes nach „wolfsfreien Zonen“ in Deutschland die rechtliche Grundlage fehlt (Wolfsmonitor berichtete, hier!).

Gefühlsecht nur mit dem Jagdverband?

Im Vorfeld der 91. Umweltministerkonferenz, die gestern endete und beim Thema Wolf offenbar im Ergebnis nur hervorbrachte, dass spätestens im kommenden Frühjahr „eine überschlägige Abschätzung des günstigen Erhaltungszustandes” und eine „rechtssichere Grundlage“ zum Töten von vermeintlichen „Problemwölfen“ vorliegen soll, meldet sich auch der Deutsche Jagdverband (DJV) zu Wort.

EU macht den Weg frei: 100% Unterstützung beim Wolfsschutz für Weidetierhalter möglich

Mit einer Pressemeldung gibt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit jetzt bekannt, dass eine 100 Prozent staatliche Unterstützung für Vorsorge und Entschädigung bei Wolfsrissen möglich ist. Die Meldung im Wortlaut:

Neun Verbände veröffentlichen verstörenden “Brief” an die 91. Umweltminister-Konferenz

Ein Bündnis aus Tierhaltern, Landwirten, Jägern und Naturschutz fordert anlässlich der Umweltministerkonferenz in Bremen mehr gesellschaftliche Zusammenarbeit beim Thema Wolf. Die Weidetierhaltung und der Artenschutz dürften nicht weiter gegeneinander ausgespielt werden, heißt es. “Wir lehnen jede Aufweichung des Artenschutzrechts ab, solange es dazu Alternativen gibt“, ist in dem offenen Brief des Bündnisses zu lesen. Der Brief im Wortlaut: