Versicherungen gegen Wolfsrisse bei Nutztieren? Hier gibt es sie!

Nachdem seit Beginn des Jahres Pferde automatisch gegen Wolfsrisse mitversichert sind, wenn man – wie rund 60.000 Pferdefreunde in Deutschland – “Persönliches Mitglied (PM)” bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ist, zieht jetzt auch die Concordia-Versicherung mit einem Angebot für Nutztierhalter nach.

Wolfsschutz versus Wildverbiss-Schutz

„Die Natur lässt sich am wenigsten mit der Flinte ins Gleichgewicht bringen“, kommentiert Kathleen Weser von der Lausitzer Rundschau einen Beitrag zum Wolf. Sogar eine „schnöde Kosten-Nutzen-Rechnung“ spreche für den Wolf in der Kulturlandschaft: Sechs Millionen Euro gebe das Land Brandenburg nämlich jährlich allein für Zäune gegen den Wildverbiss aus.

Wotschikowsky: Die Lies`sche “klare Kante”…

“Was den Umweltminister von Niedersachsen (Olaf Lies) umtreibt, ist nichts anderes als der innige Wunsch, der Anti-Wolfslobby so bald wie möglich einen toten Wolf vor die Füße zu legen”, schreibt Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky in seinem neuesten Blogbeitrag.

Traurig: Erneut zwei tote Wölfe in Deutschland


Traurige Bilanz dieser Woche: Neben der beruhigenden aber auch zu erwartenden Nachricht, dass beim gebissenen Friedhofsgärtner in Steinfeld (Landkreis Rotenburg/ Niedersachsen) offensichtlich kein Wolf involviert war, gab es auch weniger erfreuliche Nachrichten:

Zwei Studien beweisen: Wolfsrudel halten ihre Reviere von der Schweinepest frei

Bei der “European Wilderness Society” erschien heute ein Online-Artikel in englischer Sprache, der die Wirkung von Wölfen auf Ökosysteme aufzeigt. Der Ruf der Grauen als Gesundheitspolizei, also quasi als „Doktor der Wildnis“, findet darin tatsächlich Bestätigung. Sogar bei der Schweinepest. Nachfolgend die Übersetzung des Beitrags:

Nachgelegt

Nach einem umstrittenen Beitrag auf seiner Facebook-Seite vorgestern, legte der niedersächsische Minister Olaf Lies jetzt nach: „Wir alle sollten aber daran arbeiten, zumindest die gesellschaftlichen Konflikte zu deeskalieren“, schreibt er. Dabei war er es selber, der maßgeblich für Unruhe sorgte, weil er u.a. ankündigte, eine Obergrenze von 1.000 Wölfen mit gezielten Tötungen sichern zu wollen und die ebenfalls umstrittene Aufnahme der Wölfe in das Jagdrecht prüfen zu lassen. (*1)