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Bundestagswahl-Kandidat mit nur einem Thema: Wölfe regulieren

Erfolgreiches politisches Engagement macht offenbar süchtig: Nachdem er bereits Ende der 80èr bei den Leipziger Montagsdemonstrationen mitmachte und daraufhin die Mauer fiel, tritt der heute 46-jährige Mario Borchert aus Ostprignitz-Ruppin nun als Direktkandidat für den Bundestag an. Mit nur einem Thema: Die Regulierung der Wolfsbestände.

Brandenburgs Bauernbund protestiert schon wieder. Gegen eine Tagesordnung!

Wie man sich Aufmerksamkeit verschafft, scheint Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung zu verstehen. Es dürfe nicht sein, dass Fragen, die den Landwirten auf den Nägeln brennen, erst “wenn alle müde sind”, also kurz vor dem Tagesordnungspunkt “Verschiedenes” diskutiert werden, wird er von der MOZ (Märkische Online-Zeitung) zitiert.

„Keine Angst schüren, sondern sensibilisieren!“

In einem Seminar, an dem ich vor einigen Jahren einmal teilnahm, sprach ein Neurolinguistiker davon, dass das menschliche Gehirn das Wort „nicht“ und die meisten Satzteile, die vor dem Wort „aber“ verwendet werden, nur sehr schwer verarbeiten kann. Ich war nun dementsprechend sensibilisiert und achtete im Alltag folglich öfter darauf und siehe da, es scheint tatsächlich zu stimmen.


Sensibilisieren, das will auch Rudi Heinisch aus dem brandenburgischen Buchholz bei Niemegk mit Hilfe eines Presseartikels, der am 10. Januar in der MOZ veröffentlicht wurde. (*1). Er legt darin Wert darauf, dass er keine Ängste vor dem Wolf schüren möchte.