Goldenstedt: Sechs Wolfswelpen und zahlreiche Bedenken

Wolfsnachwuchs in Barnstorf: Sechs Welpen haben die Goldenstedter Wolfsfähe und ihr Partner heuer offenbar zu versorgen. Der Jäger und SPD-Kreistagsabgeordnete Friedrich Iven will die Tiere sogar mit eigenen Augen gesehen haben. Verwendungsfähige Monitoring-Nachweise liegen dem Wolfsbeauftragten der Landesjägerschaft Niedersachsen, Raoul Reding, bisher allerdings nur über vier Welpen aus dem Landkreis Diepholz vor.

Der Wolfsschutzverein „W-I-S-Z-V“ befürchtet sogar, dass von den sechs Welpen nur noch zwei Welpen leben (WM berichtete, hier!)

Friedrich Iven selbst sprach auf einer Sitzung des Kreisentwicklungsausschusses von einem „Riesenproblem“. Schließlich müssten nun acht Wölfe Nahrung finden. Er habe nichts gegen den Wolf – aber da, wo er hinpasse.

Der Leiter des Landkreis-Fachdienstes „Kreisentwicklung“, Detlef Tänzer, behauptete auf derselben Sitzung gar, Herdenschutzhunde könnten nicht zusammen mit Hütehunden eingesetzt werden, was nachweislich falsch ist.

Richtig ist allerdings Tänzers Anmerkung, dass es zwischen diesen Tieren bereits zu Konflikten gekommen sei. Das ist jedoch nichts Außergewöhnliches und passiert bei wohl nahezu allen Hunderassen im Alltag.

Ortsansässige äußerten gegenüber Wolfsmonitor, dass viele Nutztierhalter sich in der Region immer noch schwer damit täten, den Grundschutz beim Herdenschutz herzustellen.

Stattdessen schwelge und träume man dort offenbar lieber gemeinsam bei „Mahnfeuern“ über „Wölfe im Jagdrecht“ und die darauf folgenden „Bestandsregulierungen“.

Nicht wenige scheinen tatsächlich zu glauben, mit derart überzogenen politischen Forderungen könne man den aufwändigen Herdenschutzmaßnahmen „entkommen“.

Das dürfte allerdings ein Irrglaube sein. Und auch bleiben, wie früher oder später sicherlich sogar der Allerletzte in der Region merken wird.

Doch offenbar klingt so manches „Wahlversprechen“ verlockender…


Quelle: MK Kreiszeitung, www.kreiszeitung.de, Artikel von Anke Seidel am 25. August: „Wölfin hat sechs Welpen“, abgerufen am 26.8.2017, hier der Link!


Heiko Anders, www.andersfotografiert.com

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