Wolfsmonitor – Seite 44 – Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

3.000 Wölfe und keine Probleme

Das steigende Ausmaß, in dem heute nahezu täglich Unwahrheiten, Halbwahrheiten und Lügen über den Rückkehrer Wolf verbreitet werden, wird immer unerträglicher. Fast noch schlimmer mutet es an, wenn nunmehr auch noch amtierende Politiker, wie beispielsweise die niedersächsische Riege um Bernd Althusmann (CDU), dabei in provozierender Weise vorweg gehen.

Drohen strafrechtliche Konsequenzen für CDU-Politiker Egon Primas?

Egon Primas, Landtagsabgeordneter in Thüringen, drohen laut der Thüringer Allgemeinen strafrechtliche Konsequenzen. Bei einer Veranstaltung in Nordhausen habe Primas öffentlich gesagt: „Wir brauchen keinen Wolf. Wehret den Anfängen, weg, Schluss aus, weg damit – schießen.“

NABU: Alarmierende Zunahme illegaler Wolfstötungen

73 Wolfsrudel, 30 Wolfspaare und drei territoriale Einzeltiere –  das sind die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) offiziell vorgelegten Bestandszahlen von Wölfen in Deutschland aus dem Monitoringjahr 2017/18, das am 30 April 2018 endete. Der NABU kommentierte die Zahlen nun. Der Kommentar im Wortlaut:

Nahbegegnung des „joggenden Bundespolizisten“ mit Wolf offenbar nicht nachweisbar!

Ein Facebook-Post über eine Begegnung mit einem Wolf in der Nähe von Honerdingen sorgte kürzlich für Gesprächsstoff. Angeblich stellte sich demnach ein Wolf einem Bundespolizisten, der in der Nähe einer Sandkuhle joggte, morgens um 8 Uhr “aggressiv entgegen”. Der Mann will den Wolf mit einem gezielten Fußtritt vertrieben haben. Sogar die Walsroder Zeitung berichtete darüber. (*2)

Wolf heute bei Verkehrsunfall getötet

Ein Wolf ist heute Morgen in Wiesenau (Landkreis Oder-Spree im Osten Brandenburgs) bei einer Kollision mit einem Auto getötet worden, wie die Polizeidirektion Ost heute mitteilte. Damit wurden bereits 21 Wölfe in diesem Jahr in Brandenburg tot aufgefunden, wie das Landesamt für Umwelt RTL auf Nachfrage mitteilte.

Niedersachsen: Hobbyschäfer nutzt Herdenschutzhunde

Hobbylandwirt Dennis Grobe aus Meesdorf im niedersächsischen Melle schützt seine 200-köpfige Schafherde mit zwei „Cane da Pastore Maremmano Abruzzese“, kurz Maremmano. Das sind Herdenschutzhunde, wie sie bereits seit Jahrhunderten in Italien und der Schweiz zum Schutz von Nutztierherden gegen große Beutegreifer eingesetzt werden.