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Am Tag des Wolfes: NABU sieht Ministerin Julia Klöckner in der Pflicht

Zum gestrigen “Tag des Wolfes” (30.4.) hat der NABU an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesumweltministerin Schulze appelliert, nach dem Vorbild ihrer Brüsseler Kollegen beim Herdenschutz eng zusammenzuarbeiten. Die EU hatte kürzlich den Weg für umfassenden Herdenschutz frei gemacht: Nicht nur Investitions-, sondern auch Erhaltungs- und indirekte Kosten wie Tierarztkosten können zu 100 Prozent gefördert werden.

Brüssel: Änderung des Schutzstatus der Wölfe derzeit nicht geplant

Obwohl sich noch Ende August die Abgeordneten des EU-Landwirtschaftsausschusses mehrheitlich für ein „flexibleres Wolfsmanagement“ und eine entsprechende Überarbeitung der FFH-Richtlinie ausgesprochen haben, stellte EU-Umweltkommissar Karmenu Vella in Brüssel nun klar, dass eine Änderung des Schutzstatus beim Wolf derzeit nicht geplant sei.

Wahrung des Naturerbes: Wölfe werden laut EU nicht zum Abschuss freigegeben

Bei einer Veranstaltung im Europäischen Parlament in Brüssel erklärte EU-Umweltkommissar Karmenu Vella in der letzten Woche, dass es trotz der Nutztierübergriffe nicht geplant sei, Wölfe zum Abschuss freizugeben. Es gehe in dieser Frage um die Wahrung des Naturerbes. Dazu brauche man die Koexistenz von Mensch und Wolf, so Vella.

Minister Schmidts „Anti-Wolf-Brief“ von Staatssekretär abgefangen

Statt – wie ursprünglich geplant und versprochen – den ländlichen Raum stärker finanziell zu unterstützen (die Mittel werden im kommenden Haushaltsjahr des Bundes offenbar um 55 Millionen EURO gekürzt), scheint sich der amtierende Bundeslandwirtschaftsminister lieber in Angelegenheiten einzumischen, die ihn nichts angehen.