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Goldenstedter Wölfin besendern, nicht abschießen

Wie die „MK – kreiszeitung.de“ meldet, haben sich heute rund 50 Demonstranten, darunter auch FDP- und CDU-Politiker vor dem niedersächsischen Landtag zu einer kleinen Demonstration getroffen, um nach zahlreichen Nutztierrissen den Abschuss einer Wölfin in Goldenstedt (Landkreis Vechta) zu verlangen. Darüber hinaus wurde gefordert, der Wolf gehöre ins Jagdrecht! (*1)

Kommentar


„Wir kommen an die Grenzen des zumutbaren“, wird CDU-Politiker Ernst-Ingolf Angermann zitiert. Dem ist zuzustimmen, aber nicht in seinem Sinne. Denn die CDU- und FDP-Landespolitiker sollten es besser wissen. Bei allem Verständnis für die Nutztierhalter sei ein Abschuss des Wolfs derzeit Rechtsbruch, wird dann auch Umweltminister Stefan Wenzel zitiert. So ist es. Deshalb will er die Wölfin nun besendern und bei Bedarf vergrämen lassen. Das entspricht den vereinbarten Vorschlägen und Managementplänen der meisten Bundesländer und auch den Regelungen in Niedersachsen.

Damit bleibt festzustellen, dass einige Politiker scheinbar wider besseren Wissens nachhaltig versuchen,

Wolfspetitionen – Zivilcourage im Internet

Ein weiteres Mal positionieren und organisieren sich mittelbar und unmittelbar Betroffene im Internet zum Wolf. Dieses Mal will man ihm Grenzen aufzeigen und setzt dabei auf die Unterstützung des Umweltministers und des Landtags in Niedersachsen. Auf „open Petition Deutschland“ befindet sich seit dem 17. April ein Aufruf an den Umweltminister, „dem Wolf Grenzen zu setzen – jetzt!“. Es geht dem Verfasser darum, die Bewegungsfreiheit des Wolfes durch geeignete „Abwehrmaßnahmen“ dahingehend einzuschränken, dass er sich nicht näher als 300 Meter an Wohnhäuser, Gehöfte und speziell Waldkindergärten (wir erinnern uns an den Vorfall in Goldenstedt (Vechta)) annähern dürfen soll.