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Herdenschutzhunde- Petition von Wanderschäfer Sven de Vries beendet

Mit einer Online-Petition versuchte Wanderschäfer Sven de Vries bis zum 15. Juni eine Änderung der Tierschutzhundeverordnung (TierSchutzHuV) beim Bundestag voranzutreiben (Gastbeitrag von Sven auf Wolfsmonitor dazu: hier!)

Umstritten: Verzicht auf Hütten für arbeitende Herdenschutzhunde

Es sei schlichtweg nicht möglich, die Tiere mit vertretbarem finanziellen Aufwand vor dem Raubtier Wolf zu schützen. Davon scheint der Erasbacher Schäfer Johann Gloßner offenbar überzeugt zu sein, als er diese Worte zu Dagmar Fuhrmann von der „Mittelbayerischen“ sagt. (*1)

“Die Tiere, die wir jetzt hier haben, sind aus Sibirien eingewandert…”

Das Achimer Kreisblatt interviewte kürzlich die Brüder Jürgen Luttmann, als Vorsitzenden der Jägerschaft des Landkreises Verden, und Heinrich Luttmann, als Vorsitzenden des Forstverbandes für den Kreis Verden, zur Forderung der Niedersächsischen Landesforsten, die Schalenwildpopulation in den Wäldern deutlich zum Schutz der Bäume zu reduzieren. Es ging dabei jedoch nicht nur um den “Wald-Wild-Konflikt”, sondern auch um den Wolf.

Norwegen: Bereits mehr als 200.000 Unterschriften innerhalb von 2 Wochen gegen Wolfstötungen

Vor rund zwei Wochen wurden Regierungsplanungen Norwegens bekannt, nach denen 47 der schätzungsweise insgesamt 68 im Binnenland lebenden Wölfe des Landes getötet werden sollen. Heute gibt es bereits mehr als 200.000 Unterschriften aus aller Welt dagegen. Journalisten befürchten durch die geplanten Wolfstötungen für das Land einen gehörigen Reputationsverlust. (Wolfsmonitor berichtete, hier!)

Um 09:00 Uhr am heutigen Tag gab es sogar bereits 211.476 Petitionsunterschriften, auf folgende zwei Petitionen verteilt:

Kirchlinteln – CDU-Petition gegen den Wolf gestartet

Wer in diesen Tagen nach Kirchlinteln schaut, dürfte überrascht sein. Denn dort gibt es gerade eine „groß angelegte Unterschriftenaktion” mit der Überschrift „Wölfe brauchen wir hier nicht!“. Das Ganze hat natürlich eine Vorgeschichte (hier!). Man darf dennoch darüber erstaunt sein, welche „Blüten“ das Thema Wolf auch in heutiger Zeit in Deutschland treiben kann.

Ich zumindest halte die Aktion in dieser Form für fragwürdig. Allein im ersten Absatz des Einleitungstextes der Unterschriftenliste, für die sich Arne Jacobs, Wilhelm Hogrefe und Heinrich Luttmann verantwortlich zeigen, kann ich zum Beispiel kein Faktum sondern auschließlich nicht belegte Vermutungen und Behauptungen entdecken (bis vielleicht auf die Feststellung, dass durch die Wölfe zusätzliche Arbeit entsteht).

Niedersachsen: Über 50.000 Petitions-Unterschriften und kein Abnehmer

Nachdem die Bundesvorsitzende der Partei ETHIA, Bettina Jung, bereits kurz nach der Tötung des Wolfes „Kurti“ (MT6) am 27. Aprl 2016 Strafanzeige gegen den niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel gestellt hat, will die Partei am kommenden Montag in Hannover die über 50.000 Unterschriften einer Petition (*1) zur Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses übergeben.

Doch scheinbar findet sich kein einziger politischer Vertreter einer im Landtag vertretenen Fraktion, der die Unterschriften entgegen nehmen will.