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Herdenschutzhunde- Petition von Wanderschäfer Sven de Vries beendet

Mit einer Online-Petition versuchte Wanderschäfer Sven de Vries bis zum 15. Juni eine Änderung der Tierschutzhundeverordnung (TierSchutzHuV) beim Bundestag voranzutreiben (Gastbeitrag von Sven auf Wolfsmonitor dazu: hier!)

Cunnewitz: Schäferei im Blut?

Er habe die Schäferei im Blut, schrieb die Leipziger Volkszeitung kürzlich über den nun bereits mehrfach von Wölfen „heimgesuchten“ Hobbyschäfer Martin Just aus dem sächsischen Cunnewitz (Landkreis Bautzen). Verliert ein Schäfer allerdings in Südosteuropa ein Schaf an den Wolf, sei ihm das höchst peinlich, weil es zeige, dass er seinen Job nicht richtig gemacht habe. So beschrieb es Dr. Josip Kusak letztes Jahr auf einer internationalen Konferenz in Wolfsburg.

Kontaktbüro “Wolfsregion Lausitz” informiert über Nutztierschäden im Territorium des Rosenthaler Rudels

Das Kontaktbüro der Wolfsregion Lausitz informiert mit heutigem Datum (07.10.2016, im Wortlaut):

Mehrfache Nutztierschäden durch Wölfe im Territorium des Rosenthaler Rudels

“Im Territorium des Rosenthaler Wolfsrudels (LK Bautzen) wurden in dieser Woche drei Wolfsübergriffe auf Schafherden gemeldet. Zwei Fälle ereigneten sich bei einem Tierhalter in Cunnewitz. Hier wurden in zwei aufeinander folgenden Nächten, zum 05.10. und zum 06.10., insgesamt 29 Schafe gerissen. Beim dritten Übergriff, der bereits in der Nacht zum 04.10. bei Ralbitz stattfand, wurden 3 Schafe getötet.

Niedersachsen: Rinderhalter rund um Wietzendorf erhalten Zuschüsse für Wolfsschutz

In einem Umkreis von 30 Kilometern rund um Wietzendorf fördert das Land Niedersachsen künftig auch für Rinderhalter im Haupt- und Nebenerwerb die Anschaffung von wolfsabweisenden Herdenschutzmaßnahmen gemäß der „Richtlinie Wolf” des Landes. Das meldet das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit einer Pressemitteilung vom heutigen Tag (19.8.2016). Die Meldung im Wortlaut (*1):

“Wolfsschutz für Rinderhalter im Raum Wietzendorf – Land fördert Anschaffung von Zäunen und Herdenschutzhunden”

Gastautorin Wiebke Wendorff: “Der Wolf. Die Pferde. Und der Herdenschutz.”

Präventionsmaßnahmen für Pferdehalter


Das Stimmungsbild in der Gesellschaft ist in punkto Wolf ebenso breit gefächert wie die verschiedenen Ansprüche und Erwartungshaltungen der jeweiligen Interessengruppen. Im Bemühen um eine bestmögliche Akzeptanz des Wolfes mit all den einhergehenden Herausforderungen, die seine Rückkehr mit sich bringt, entwickelt die Politik der unterschiedlichen Bundesländer im Rahmen von Wolfmanagementplänen, Richtlinien und Konzepten wegweisende Entscheidungsgrundlagen.


Diese sollen, gestützt durch aufklärende Öffentlichkeitsarbeit, gezieltes Monitoring und Optionen für Schadenprävention und -ausgleich, das Konfliktpotenzial zwischen Mensch und Wolf möglichst gering halten.
Doch die Forderungen vor allem der Nutztierhalter und zunehmend nun auch von Akteuren der Pferdebranche werden immer lauter.

Gastbeitrag von Dr. Hannelore Gilsenbach (Schriftstellerin, Biologin und Sängerin)

“Wolfserwartungsland”


Sie sind längst da, die „Grauröcke“. Doch sie werden sich weiter ausbreiten. Mit welchen Folgen?

Immer wieder nachts heulen meine Hunde. Sie antworten. Irgendwo in den Wäldern bei Chorin ruft einer ihrer Stammväter. „Ich mag Wölfe“, sagt meine zehnjährige Enkeltochter, „ohne sie hätten wir keine Hunde.“


Der Europäische Grauwolf, er kehrt zurück in seine alte Heimat; behütet von EU- und deutschem Recht, von Kommissionen, Verordnungen, Richtlinien, Fachkonzepten und Leitfäden. Von Verbänden, Stiftungen, Behörden, Fachbüros, Ehrenämtlern und staatlich Beauftragten, die sich selbst Monitorer und Manager nennen und eingeweiht sind in nötige „Informations- und Handlungsketten“ …


Seit 2000 kehrt er zurück. Aus Polen westwärts. 150 Jahre nach seiner Ausrottung.


Projekt Wolf; Großraubtier Wolf. Risiken und Nebenwirkungen? Wolfspolitik ist Staatspolitik, Ländersache. Die Regierungen bemühen sich um Transparenz, veröffentlichen Wissenswertes über den Beutegreifer auf ihren Internetseiten: Nachweise, Nachrichten, Probleme, Wolfs-Managementpläne … Und sie verschicken Aufklärungsmaterial. „Wölfe in Brandenburg – Eine Spurensuche im märkischen Sand“, titelt das Potsdamer Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz 2013. Darin die damalige Ministerin Anita Tack: „Wir sollten der Entwicklung mit großer Gelassenheit entgegensehen.“ Den „faszinierenden Geschöpfen“, dem „scheuen Isegrim“… – die Broschüre gerät ins Schwärmen. „Angesichts des Wildreichtums hiesiger Landschaften