Archives

LJN: 4 Wolfswelpen in Bergen, 3 im Raum Wietzendorf nachgewiesen

Wolfsnachwuchs konnte zuletzt bei den Rudeln auf dem Truppenübungsplatz Bergen sowie im Raum Wietzendorf nachgewiesen werden. Damit gibt es nun für alle acht Wolfsrudel in Niedersachsen einen “Reproduktionsnachweis”. Der Status des Wolfsrudels auf dem Rheinmetall-Schießplatz bleibt allerdings”unklar”.

Die aktuelle Pressemeldung der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. vom 31.10.2016 im Wortlaut:

“Reproduktionsnachweise aus Bergen und Wietzendorf/ Statusänderung auf dem Gelände Schießplatz Rheinmetall”

Niedersachsen: Rinderhalter rund um Wietzendorf erhalten Zuschüsse für Wolfsschutz

In einem Umkreis von 30 Kilometern rund um Wietzendorf fördert das Land Niedersachsen künftig auch für Rinderhalter im Haupt- und Nebenerwerb die Anschaffung von wolfsabweisenden Herdenschutzmaßnahmen gemäß der „Richtlinie Wolf” des Landes. Das meldet das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit einer Pressemitteilung vom heutigen Tag (19.8.2016). Die Meldung im Wortlaut (*1):

“Wolfsschutz für Rinderhalter im Raum Wietzendorf – Land fördert Anschaffung von Zäunen und Herdenschutzhunden”

3 Antworten von Wolfsberater Uwe Martens

Uwe Martens (49) ist ehrenamtlicher Wolfsberater und Rissgutachter im niedersächsischen Landkreis Lüneburg und im Heidekreis. Wolfsmonitor hatte nun Gelegenheit, mit dem Mitglied des „Freundeskreises freilebender Wölfe“ (*1) ein Interview über die Situation in Wietzendorf zu führen:


WOLFSMONITOR: Herr Martens, Sie sind bereits seit einigen Jahren im Großraum Lüneburg als Wolfsberater und Rissgutachter ehrenamtlich für das Land Niedersachsen tätig. Am 12. Februar veröffentlichte die Zeitschrift „LAND & Forst“ einen etwas beunruhigenden Online-Artikel (*2), nach dem Bauern in Wietzendorf – also in ihrem Zuständigkeitsbereich – die Weidetierhaltung wegen der dort ansässigen Wölfe aufgeben möchten. Ist die Lage dort wirklich so dramatisch, wie es der Bericht schildert?

Aufgabe der Kuhhaltung wegen der Wölfe?

Schaut jemand auf das Internetportal der niedersächsischen Gemeinde Wietzendorf im Heidekreis, dann bemerkt er schnell, dass dieser staatlich anerkannte Erholungsort mit etwas über 4.000 Einwohnern in der Lüneburger Heide sein Denken und Handeln vornehmlich auf den Tourismus ausgerichtet hat.
In dem Wochenblatt LAND & Forst des Deutschen Landwirtschaftsverlages, das immerhin eine Auflage von über 58.000 Exemplaren wöchentlich aufweist, war allerdings letzten Freitag, am 12.02., ein Bericht von Klaus von der Brelie über Wietzendorf zu lesen, der ziemlich beunruhigend klingt (*1).

Unter der Überschrift „Wölfe verhindern Mutterkuhhaltung“ beschreibt ein