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3 Antworten von Wolfsberater Uwe Martens

Uwe Martens (49) ist ehrenamtlicher Wolfsberater und Rissgutachter im niedersächsischen Landkreis Lüneburg und im Heidekreis. Wolfsmonitor hatte nun Gelegenheit, mit dem Mitglied des „Freundeskreises freilebender Wölfe“ (*1) ein Interview über die Situation in Wietzendorf zu führen:


WOLFSMONITOR: Herr Martens, Sie sind bereits seit einigen Jahren im Großraum Lüneburg als Wolfsberater und Rissgutachter ehrenamtlich für das Land Niedersachsen tätig. Am 12. Februar veröffentlichte die Zeitschrift „LAND & Forst“ einen etwas beunruhigenden Online-Artikel (*2), nach dem Bauern in Wietzendorf – also in ihrem Zuständigkeitsbereich – die Weidetierhaltung wegen der dort ansässigen Wölfe aufgeben möchten. Ist die Lage dort wirklich so dramatisch, wie es der Bericht schildert?

Peter und der Wolf

Hin und wieder genieße ich das Flair unserer deutschen Großstädte. Ich steuere bei diesen Besuchen in der Regel jede erreichbare Buchhandlung an, um zu sehen, was es dort Neues gibt. Ordentlich aufgereiht und nach den „Top 20“ sortiert, findet man dort zumeist die aktuellen Bestseller.
Und siehe da, zurzeit scheint sich ein Buch ganz gut zu verkaufen, das von dem „geheimen Leben der Bäume“ berichtet. Peter Wohlleben heißt der Autor, er ist ein Förster, der bereits vor zwei Jahren einen Nachruf auf den deutschen Wald veröffentlichte (hier der Link). Als regelmäßiger Besucher von Buchhandlungen war mir jedoch damals eine Listung seines Buches in den Bestsellerrängen nicht aufgefallen. Sein neues Buch (hier der Link!) wiederum ist zeitweise sogar auf Platz 1 der Bestsellerliste zu finden. Kompliment, Herr Wohlleben!

Mich haben Sie bereits vor einigen Monaten mit Ihren auffälligen Äußerungen neugierig gemacht. Ich sah Sie im Fernsehen, als Sie in einer Talkshow über Ihr neues Buch berichteten und war erstaunt über das, was Sie sagten. Noch während der Sendung