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Mitarbeiter des niedersächsischen Wolfsbüros überfordert?

Der in Jägerkreisen bekannte Geschichtenerzähler Gert G. von Harling meldet sich zu Wort. Erneut zu Wort, muss man eigentlich sagen. Warum? Das erkläre ich gerne später. Im Zusammenhang mit einem im Sommer bei Soltau gefundenen, aufgepäppelten und später wieder ausgewilderten Wolfswelpen machte er den Mitarbeitern des niedersächsischen Wolfsbüros kürzlich laut eines Artikels der „Landeszeitung“ den Vorwurf, sie seien „überfordert“. (*1)

Der Grund: Von Harling fragte dort wiederholt erfolglos nach konkreten Beispielen für erfolgreiche Auswilderungen von Wölfen, nachdem es seitens des Wolfsbüros hieß, in anderen Ländern würde dies bereits erfolgreich praktiziert.

3 Antworten von Frank Faß (Teil 1)

Frank Faß vorstellen heißt Eulen nach Athen tragen. Der 42-jährige gelernte Luft- und Raumfahrtingenieur und heutige Inhaber und Betreiber des Wolfcenters in Dörverden, eröffnete im Jahr 2010 mit seiner Frau Christina den 5,2 Hektar großen Wolfspark auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände in der niedersächsischen Ortschaft Barme.

Frank Faß ist ebenfalls ehrenamtlicher Wolfsberater in Niedersachsen und engagiert sich auch außerhalb des Wolfcenters für den Wolf. Er wuchs in einer Jägerfamilie auf und ist selbst ausgebildeter Jäger.

Niedersachsen: Jägerschaft sucht Nachfolge für Dr. Britta Habbe

Noch bis zum 24. Juni kann sich der Nachfolger oder die Nachfolgerin von Frau Dr. Britta Habbe als Wolfsbeauftragte(r) bei der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) bewerben.

Habbe wird die Landesjägerschaft zum 1. Juli 2016 auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen.

Die Aufgabe des Wolfsbeauftragten bei der LJN umfasst folgende Schwerpunkte:

3 Antworten von Wolfsberater Uwe Martens

Uwe Martens (49) ist ehrenamtlicher Wolfsberater und Rissgutachter im niedersächsischen Landkreis Lüneburg und im Heidekreis. Wolfsmonitor hatte nun Gelegenheit, mit dem Mitglied des „Freundeskreises freilebender Wölfe“ (*1) ein Interview über die Situation in Wietzendorf zu führen:


WOLFSMONITOR: Herr Martens, Sie sind bereits seit einigen Jahren im Großraum Lüneburg als Wolfsberater und Rissgutachter ehrenamtlich für das Land Niedersachsen tätig. Am 12. Februar veröffentlichte die Zeitschrift „LAND & Forst“ einen etwas beunruhigenden Online-Artikel (*2), nach dem Bauern in Wietzendorf – also in ihrem Zuständigkeitsbereich – die Weidetierhaltung wegen der dort ansässigen Wölfe aufgeben möchten. Ist die Lage dort wirklich so dramatisch, wie es der Bericht schildert?