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Traurig: Erneut zwei tote Wölfe in Deutschland


Traurige Bilanz dieser Woche: Neben der beruhigenden aber auch zu erwartenden Nachricht, dass beim gebissenen Friedhofsgärtner in Steinfeld (Landkreis Rotenburg/ Niedersachsen) offensichtlich kein Wolf involviert war, gab es auch weniger erfreuliche Nachrichten:

Niedersachsen: Zweiter illegal geschossener Wolf in diesem Jahr

Heute meldet das Wolfsbüro beim NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) den zweiten illegal getöteten Wolf in diesem Jahr. Es handelt sich somit um den insgesamt vierzehnten toten Wolf in Niedersachsen im Jahr 2018. Die Meldung im Wortlaut:

Niedersachsen: Empfohlene wolfsabweisende Schutzmaßnahmen bieten in der Regel guten Schutz

Der Umstand, dass der 100%ige Schutz von Nutztieren vor dem Wolf durch die empfohlenen Herdenschutzmaßnahmen nicht garantiert werden kann, veranlasst einige Wolfskritiker immer wieder zu der populistischen und irrigen Behauptung, Herdenschutzmaßnahmen könne man sich ersparen, weil es wirksamer sei, Wölfe zu “regulieren”.

Niedersachsen: Rinderhalter rund um Wietzendorf erhalten Zuschüsse für Wolfsschutz

In einem Umkreis von 30 Kilometern rund um Wietzendorf fördert das Land Niedersachsen künftig auch für Rinderhalter im Haupt- und Nebenerwerb die Anschaffung von wolfsabweisenden Herdenschutzmaßnahmen gemäß der „Richtlinie Wolf” des Landes. Das meldet das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit einer Pressemitteilung vom heutigen Tag (19.8.2016). Die Meldung im Wortlaut (*1):

“Wolfsschutz für Rinderhalter im Raum Wietzendorf – Land fördert Anschaffung von Zäunen und Herdenschutzhunden”

Zum Tode von Wolf „Kurti“:

War es wirklich der „Weisheit letzter Schluss?“ Man wollte es nach weiteren „Nahbegegnungen” am Wochenende im Ministerium scheinbar nicht weiter verantworten, dass sich ein junger Wolf immer mal wieder Menschen oder deren Hunde annähert.

 

Der mit einem Peilsender versehene Jungwolf aus dem Munsteraner Rudel mit der wissenschaftlichen Bezeichnung „MT6“, von Wolfsfreunden liebevoll „Kurti“ genannt, ist deshalb nun tot. „Letal entnommen“, wie es in einer Pressemitteilung vom niedersächsischen Umweltministerium am Donnerstagmorgen schlicht und emotionslos heißt.

Am letzten Wochenende gab es demnach gleich mehrere Nahbegegnungen des Wolfes mit Menschen. Bei einem Familienspaziergang in Groß Hehlen bei Celle wurde dabei sogar ein angeleinter Hund von dem Wolf verletzt.