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Wolfsmonitor-Wochenrückblick, 5. bis 10. Dezember 2016

Einige Leserinnen und Leser werden es sicher bemerkt haben. Ich versuche gerade, ein „Nachrichten-Format“ für Wolfsmonitor zu entwickeln. Ich glaube, dass solch ein Kurzüberblick für einige Leser eine Hilfe sein kann, besonders, wenn sie keine Social-Media nutzen.

“Die Tiere, die wir jetzt hier haben, sind aus Sibirien eingewandert…”

Das Achimer Kreisblatt interviewte kürzlich die Brüder Jürgen Luttmann, als Vorsitzenden der Jägerschaft des Landkreises Verden, und Heinrich Luttmann, als Vorsitzenden des Forstverbandes für den Kreis Verden, zur Forderung der Niedersächsischen Landesforsten, die Schalenwildpopulation in den Wäldern deutlich zum Schutz der Bäume zu reduzieren. Es ging dabei jedoch nicht nur um den “Wald-Wild-Konflikt”, sondern auch um den Wolf.

Kirchlinteln – CDU-Petition gegen den Wolf gestartet

Wer in diesen Tagen nach Kirchlinteln schaut, dürfte überrascht sein. Denn dort gibt es gerade eine „groß angelegte Unterschriftenaktion” mit der Überschrift „Wölfe brauchen wir hier nicht!“. Das Ganze hat natürlich eine Vorgeschichte (hier!). Man darf dennoch darüber erstaunt sein, welche „Blüten“ das Thema Wolf auch in heutiger Zeit in Deutschland treiben kann.

Ich zumindest halte die Aktion in dieser Form für fragwürdig. Allein im ersten Absatz des Einleitungstextes der Unterschriftenliste, für die sich Arne Jacobs, Wilhelm Hogrefe und Heinrich Luttmann verantwortlich zeigen, kann ich zum Beispiel kein Faktum sondern auschließlich nicht belegte Vermutungen und Behauptungen entdecken (bis vielleicht auf die Feststellung, dass durch die Wölfe zusätzliche Arbeit entsteht).

Niedersachsen: „Wir brauchen den Wolf hier nicht!“

„Hunderte dieser Raubtiere durchstreifen inzwischen Norddeutschland.“ Gemeint sind Wölfe. Diese Worte stammen allerdings nicht aus einem Bericht des offiziellen Wolfsmonitorings, nein, der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion im Landkreis Verden, Wilhelm Hogrefe, veröffentlichte sie gestern auf der Webseite seiner Partei. Dort ist auch zu lesen ist, dass sie eine „moderne Mitmachpartei“ sei. (*1)

Mitmachen kann man im Landkreis Verden demnächst in der Tat. Bei einer Petition an den niedersächsischen Landtag, die nach Pfingsten beginnen soll.