Aufgelesen – Seite 21 – Wolfsmonitor

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Schweden: Rudel aus Verdacht (z)erschossen

Dieses mit seinen „Schutz“- und Lizenzjagden in den Augen so mancher Lobbygruppe angeblich im Wolfsmanagement so vorbildliche Schweden zeigt nach einer Darstellung eines einschlägigen Jagdforums gerade, dass diese Einschätzung völlig falsch sein dürfte.

Wolfsdiskussion gewinnt durch „Mahnfeuer“ an Schärfe

Am letzten Wochenende waren sie wieder rührig, die Mahnfeuer-Aktivisten mit ihrer Kampagne, die sich irgendwo zwischen Halbwissen, Halbwahrheit und Hilflosigkeit einordnen lässt. Nein, auch der politische Kompromiss, der sich beispielsweise in der Wolfsverordnung in Brandenburg widerspiegelt, reicht diesen Akteuren offensichtlich nicht. Denn sie wettern munter weiter: Gegen Politik, Wolfsfreunde und natürlich Wölfe. Ein Nebeneffekt wird dabei schlichtweg in Kauf genommen: Auch die „Gegenseite“ rüstet verbal auf und nennt die Bauern beispielsweise „Schmarotzer, immer unverschämter, scheinheilig und faul“.

Wolfstelefon in Thüringen

In den nächsten Tagen wird das Thüringer Umweltministerium eine spezielle Wolfshotline einrichten, die sich speziell an Schäfer, Jäger, Wanderer und Hundebesitzer richtet.  Man setze damit nun verstärkt auf Transparenz, so Referatsleiterin Britta Krämer gegenüber dem MDR.

„Kein verbessertes Zusammenleben von Wolf und Mensch, wenn geschossen wird“…

Zu diesem Schluss kommt Julia Koch diese Woche im Magazin „Der Spiegel“. Koch schreibt vom Wolf als „Geburt eines modernen Fabelwesens“, das aktuell besonders durch die niedersächsische CDU-Abgeordnete Silvia Breher, dem AFD-Abgeordneten Karsten Hilse und von „FDP-Mann“ Karlheinz Busen „im grauen Jägerjanker“ zur Gefahr heraufbeschworen werde, die bejagd werden müsse.

»Weiße Haie auf Pfoten«?

„Schrecklich banal“ und „grenzend an Panikmache“, nennt Dietmar Kemper die Äußerungen des niedersächsischen Umweltministers Olaf Lies und die Ausführungen im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU. Recht hat er. In der öffentlichen Diskussion wird die Tierart tatsächlich nicht selten zur Bedrohung hochstilisiert und die jahrhundertealte Legende von der Bestie fortgeschrieben.

Ohrdrufer Wolfsmischlinge: Bisher alle Fangversuche erfolglos

Die Fangversuche der Wolf-Hund-Mischlinge bei Ohrdruf waren bisher zwar erfolglos, werden aber mit fünf Kastenfallen und 18 speziellen Fußschlingenfallen fortgesetzt. Gelingt der Fang, sollen die jungen Mischlinge vom Alternativen Bärenpark Worbis im Eichsfeld aufgenommen werden.