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Klima- und Wolfsgeschwurbel in Bayern

Der Söder (bayerischer Ministerpräsident) überschlägt sich quasi gerade in “grüner Rhetorik” und will jetzt sogar den Klimaschutz im Grundgesetz verankert wissen. Ausgerechnet der Söder. Das klingt so glaubwürdig, als würde Papst Franziskus den Zölibat abschaffen wollen. Wissen Sie warum ich dem Söder seinen plötzlichen Gesinnungswandel nicht abnehme? Weil beispielsweise „seine“ Landwirtschaftsministerin (in Bayern heißen die Staatsminister) ganz andere Töne anschlägt.

Erster Schafhalter gibt auf und hat eine Botschaft. Ich auch!

Manchmal ist es kaum zu fassen. Mit einem 50!!! Zentimeter hohen Elektrozaun versuchte Schäfer Dirk Hoffmann aus Märkisch Wilmersdorf (Brandenburg) seine Schafherde vor Wölfen zu schützen. Offensichtlich vergeblich. Denn zusätzliche Herdenschutzhunde „wollte er nicht“. Nach mehreren Wolfsübergriffen gibt er nun auf.

Guter Herdenschutz: Seit 2013 keine Schäden mehr durch Wölfe

Schaut man sich die Lage in der Schweiz an, stellt man eindrücklich fest, dass es offenbar dort, wo Herdenschutzmaßnahmen richtig und konsequent umgesetzt werden, auch mitten im Wolfsgebiet möglich ist, Schafe erfolgreich zu sömmern! Und das allen Unkenrufen derer zum Trotze, die behaupten, wirksamer Herdenschutz sei in den Alpen gar nicht möglich.

Zwei Wölfe in der Schweiz zum Abschuss freigegeben

Gleich zwei Wölfe wurden nun im Schweizer Wallis zum Abschuss freigegeben, nachdem sie während des Sommers im Val d’Anniviers und im Goms Dutzende von Schafen gerissen haben sollen. Ab heute (Montag) könnte es für die beiden Grossraubtiere wirklich eng werden. 

Auch Liechtenstein bereitet sich auf (s)ein Wolfsrudel vor

Ein mitteleuropäisches Wolfsrudel beansprucht einen Lebensraum, der im Durchschnitt zwischen 150 und 350 km² groß ist. Die Fläche Liechtensteins beträgt etwa 160 km². Weil erste Wölfe ihre Spuren bereits im Fürstentum hinterließen, bereitet man sich dort nun auf das „eigene Wolfsrudel“ vor.

Die liechtensteinische Regierung arbeitet an einem Wolfskonzept, das den Umgang mit den Beutegreifern regeln soll. Vorbild ist dabei das Schweizer Konzept, das die Präsidentin des Vereins CHWOLF, Christina Steiner, jedoch hinsichtlich der Rudelregulierung und der bürokratischen Organisation kritisch sieht.