Aufgelesen – Seite 15 – Wolfsmonitor

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Österreich: Zweijähriges Wolfsschutzprojekt ohne Wolf

In Österreich forderte ÖVP-Bundesrat Eduard Köck unlängst Wolfsabschüsse (die ÖVP steht laut Wikipedia traditionell der Wirtschaft, den Bauern und der römisch-katholischen Kirche nahe). Ein zweijähriges Pilotprojekt in Kals am Großglockner habe laut Köck gezeigt, dass Herdenschutz mit Schutzhunden nicht funktioniere.

Ulrich Wotschikowsky „möchte in Bayern kein Ausländer sein. Und erst recht kein Wolf.“

Offensichtlich wurde in der derzeitigen Vorwahlkampfzeit in Bayern „Schweigen verordnet“, was positive Wolfsmeldungen betrifft. „Von ganz oben.“ Wolfsnachrichten mit positivem Anstrich passen anscheinend gerade nicht ins politische Konzept, schreibt Ulrich Wotschikowsky in einem aktuellen Beitrag auf seiner „Wolfsite“.

Der Wolf: Eine Einschätzung vom Vorsitzenden der Ziegenfreunde Bermersbach

900 Euro für einen Herdenschutzhund…monatlich!?!,…und „wir können nichts dagegen tun“? Die Einschätzungen von Hans-Jörg Wiederrecht, dem Vorsitzenden der Ziegenfreunde Bermersbach, gehen offenbar selbst „komplett an der Realität vorbei“.

„Statistischer Fliegenschiss“

Ob nun absichtlich oder nicht: Als die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) im August letzten Jahres mit der offenkundig selbst erhobenen Zahl von angeblich mehr als 3.500 gerissenen Nutztieren seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland indirekte Wahlkampfhilfe leistete, indem sie damit quasi den Wolfsgegnern eine Argumentationshilfe in die Hand spielte (die sich allerdings als zweifelhaft erwies, siehe hier!), war der Aufschrei allenthalben groß. Die übergrosse Zahl der angeblichen Wolfsrisse wurde von vielen Medien einfach unkritisch weiterverbreitet. (*1)

Tschechien: Wölfe ersetzen menschliche Jäger bei Hirschjagd

Eine interessante Nachricht zum Wochenende: Im tschechischen Nationalparks Šumava wurden allein in der letzten Jagdsaison mehr als 1.100 Hirsche von Jägern geschossen. Jetzt wurde auf dem Territorium des direkt an den Nationalpark Bayerischer Wald angrenzenden Nationalparks offenbar ein Gebiet festgelegt, in dem allein die „natürlichen Jäger“, gemeint sind Wölfe, die Hirschpopulation regeln sollen.