Wolf – Seite 16 – Wolfsmonitor

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Rinderrisse: Dichtung und Wahrheit

Erschütternder als die immer wieder in einschlägigen Kreisen verbreitete Legende, Nutztierhalter müssten wegen der rückkehrenden Wölfe und der damit verbundenen Nutztierrisse aufgeben, ist leider die krasse Wahrheit: Im Jahr 2016 verendeten im Gegensatz zu den im Vergleich fast vernachlässigbaren Rissen fast 580.000 Rinder auf andere Weise und mussten in Tierverwertungsanlagen „entsorgt“ werden, bevor sie geschlachtet werden konnten.

Zustimmung zum Wolf in Deutschland bleibt hoch!

Allen Desinformationskampagnen und Unkenrufen von Wolfsgegnern zum Trotz: Die Zustimmung zum Wolf bleibt im Vergleich zum Jahr 2015 in Deutschland unverändert hoch! Der NABU hat jetzt erneut eine forsa-Umfrage mit der gleichen Fragestellung zum Wolf durchgeführt, die Ergebnisse sind nahezu identisch wie damals. 79 Prozent der Bundesbürger finden es demnach erfreulich, dass der Wolf wieder Teil der Natur in Deutschland ist.

„Nebelkerzen“…

Als „Nebelkerzen“ bezeichnete ein Social-Media-Nutzer die nun veröffentlichten ergänzenden Erläuterungen des deutschen Jagdverbandes (DJV) nach dessen kommunikativen Desaster vor zwei Wochen. Seinerzeit teilte der Verband öffentlich mit, dass er sich für die Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz ausspricht.

Studie zur Interaktion zwischen Pferd und Wolf geplant

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) meldet heute, dass das Wolfsbüro ab Herbst 2018 eine Studie zur Frage der „Interaktion zwischen Pferd und Wolf“ des Arbeitskreises Pferd und Wolf Niedersachsen „beratend unterstützen“ wird. Man darf allerdings gespannt sein, wie die wissenschaftliche Leiterin des Projekts, Frau Prof. Konstanze Krüger, die Reliabilität des Vorhabens sichern will, wenn – wie es in der Pressemitteilung heißt – die Untersuchungen tatsächlich nur an einer einzigen Pferdeweide vorgenommen werden. Die Meldung des NLWKN  im Wortlaut:

Laientheater, oder: Woher soll er es auch wissen?

Seit einiger Zeit schon versuchen Teile der Jägerschaft mit allen erdenklichen Mitteln und Behauptungen Zugriff auf den unter strengem Schutz stehenden Wolf zu ergattern. Dazu gehört beispielsweise auch die Unterstellung, dass die Mehrheit der Jäger sich dafür aussprechen würde, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen (sehr zweifelhaft, ein Beweis für diese Behauptung lässt zudem bis heute auf sich warten).