Baden Württemberg – Seite 3 – Wolfsmonitor

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Das Jenseits der Wölfe: Speckkäferlarven und Präparatoren

Zwei Wölfe des Calanda-Rudels aus der Schweiz – Brüder aus dem nur rund 60 km südlich vom Bodensee lebenden Rudel – kamen 2015 bei Zusammenstößen mit Autos in Baden-Württemberg ums Leben.

Die beiden Wölfe sind jedoch nicht verschwunden – sie werden demnächst wieder auftauchen. In Museen. Einer als Skelett-Wolf, der andere als vollständiges Präparat.

Baden-Württemberg: Wolf mehrmals gesichtet

Zwischen dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb wurde seit dem 8. Mai insgesamt sechsmal ein „wolfsähnliches Tier“ gesehen, zuletzt auf der Hochebene Baar. Nach der Auswertung des Bildmaterials steht nun fest, dass es sich dabei tatsächlich um einen Wolf handelte. Das meldet die „schwaebische.de“ auf ihrer Webseite. (*1)

In einer Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom heutigen Tag (17.5.) heißt es dazu (im Wortlaut,*2):

Wölfe als „Schädlinge“?

Auf der Mitgliederversammlung der Landesjägerschaft Niedersachsen wurde Ende letzter Woche das Präsidium neu gewählt. An der Spitze weiterhin: Helmut Damman-Tamke, auch agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen.

„Wir werden uns definitiv nicht zum Schädlingsbekämpfer hergeben“, so wird der LJN-Präsident auf der Webseite der Landesjägerschaft in Zusammenhang mit dem Wolfsmanagement zitiert (*1). Dieses wohl eher unglücklich gewählte Zitat offenbart eine intrinsische Haltung, die sich erst zu relativieren scheint, wenn es um die Eigeninteressen der Jagdgenossen geht.

Wolfsfonds springt in Schleswig-Holstein ein!

Schäfer Jan Siebels aus Blumenthal in Schleswig-Holstein hatte im Jahr 2015 zweimal unter Wolfsübergriffen zu leiden. Zahlreiche seiner Schafe wurden dabei getötet oder mussten aufgrund ihrer Verletzungen erlöst werden.

Der gemeinsame Wolfsgarantiefonds, den der Freundeskreis freilebender Wölfe, der NABU Schleswig Holstein, der WWF, die Klara-Samariter-Stiftung, die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein und der Wildpark Eekholt bereits im Jahr 2010 gründeten, hat ihm nun den entstandenen finanziellen Schaden, der aufgrund einer EU-Verordnung durch die so genannten De-minimis-Regelung wegen bestehender Höchstgrenzen für Schadensausgleichszahlungen nicht gedeckt war, erstattet. Immerhin 3.877 Euro!

Nach der EU-Regelung dürfen einem Tierhalter innerhalb von drei Jahren maximal

2 tote Wölfe gefunden

Nachdem am letzten Donnerstag bei Merklingen in Baden Württemberg auf der Autobahn A 8 ein offensichtlich überfahrener männlicher Jungwolf tot aufgefunden wurde, fand man am darauf folgenden Freitag eine illegal erschossene Wölfin im Jerichower Land in Sachsen Anhalt.