Wölfe – Seite 82 – Wolfsmonitor

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Schildbürger im „Wolf-Streifgebiet“

„Meist sind es irgendwelche Scharlatane, die Ängste schüren wollen“, kommentiert Hans-Joachim Wersin-Sielaff, Sprecher des brandenburgischen Landwirtschaftsministeriums, das Schild mit der Aufschrift „Achtung! Wolf-Streifgebiet – Jäger empfehlen, Hunde anleinen und Kinder beaufsichtigen – Die Jägerschaft“, das Michael Ullerich anfertigen ließ und am Rande der brandenburgischen Ortschaft Krahne anbrachte.

Ullerich dazu: Es gebe in seinem Jagdrevier Wölfe. Ein Kind könne denken, das seien junge Hunde und möchte sie vielleicht streicheln. „Dann kommt das Muttertier und beißt das Kind oder tötet es“, sagt der Brandenburger, der in Krahne Jagdpächter ist.

Schweizer Vorschlag: Wolfszonen

Manchmal muss ich mich – als jemand, der sich schon rein interessenhalber in der „Welt der Wölfe“ bewegt – wirklich wundern. Heute, als ich einen Artikel auf „1815.ch“ las, in dem der „Co-Präsident des Vereins Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere“, Georges Schnydrig, wolfsfreie Zonen in den Schweizer Kantonen fordert. (*1)

Schnell die Seite des Vereins gegoogelt und festgestellt, dass ich – auf der Webseite tickert ein Zähler – der 41. Besucher des „aktuellen Leitartikels“ von Georges Stoffel bin, der dort augenscheinlich schon vor 8 Tagen veröffentlicht wurde. (*2)

Kurzfristiger WikiWolves-Hilfseinsatz am 5. November in Brandenburg!

Die Herdenschutz – Unterstützungsplattform WikiWolves sucht für ihren ersten Hilfseinsatz in Brandenburg am kommenden Samstag kurzfristig freiwillig Mitwirkende!

Die WikiWolves-Meldung im Wortlaut:

„Sehr kurzfristig findet diesen Samstag, am 5. November, der erste Zaunbaueinsatz mit Freiwilligen in Brandenburg statt. Bei einer Mutterkuhhalterin im Unterspreewald sollen auf 1 km Länge Zaunpfähle für einen herdenschutzsicheren Nachtpferch gebaut werden, das heisst, es gibt ordentlich was zu tun.

Outfox World: Die heutige Schwedenstory

Outfox-World, eine Webseite mit Neuigkeiten „aus Jagd und Natur“, berichtet regelmäßig über Wölfe. Heute, am 31. Oktober, kommt dort Michael Lehner zu Wort, der beschreibt, wie er die Heimkehr der Wölfe nach Mittelschweden erlebte.

Einige Anmerkungen zum heutigen Artikel von mir:

Bei dem („nicht gänzlich bewiesenen“) Gerücht über etwaige „Transporterwölfe“

Wolfsregion Lausitz: Entfernung eines Wolfes oder mehrerer Wölfe als letztes Mittel!

Das Kontaktbüro der Wolfsregion Lausitz informierte gestern (28.10.2016, im Wortlaut):

Herdenschutz im Bereich des Rosenthaler Wolfsrudels

Im Bereich des Rosenthaler Wolfsrudels kam es vermehrt zu Übergriffen auf Schafe. Neben ungeschützten bzw. nicht ausreichend geschützten Tieren, waren auch solche, die nach den Anforderungen zur Gewährung von Schadenausgleichzahlungen (Mindestschutz) geschützt waren, betroffen.

Herdenschutz: Tierhalter sollten die Angebote annehmen

Die Zahl der dokumentierten Nutztierrisse des unter strengen Artenschutz stehenden Wolfes ist von 2002 bis 2015 von 33 auf 714 gestiegen – also um mehr als das 20-Fache, schreibt die taz. Was auf den ersten Blick beeindruckt, relativiert sich jedoch beim näheren Hinsehen.

Denn Markus Bathen, Wolfsexperte des Naturschutzbunds (NABU), erklärt: „In dem betreffenden Zeitraum hat sich die Anzahl der Wölfe von einem Rudel auf 46 vermehrt.