Landwirtschaftsministerin Klöckner forderte jüngst, die Abschussbedingungen für Wölfe zu erleichtern (WM berichtete, hier!) Jetzt meldete sich auch Erfolgsautor Peter Wohlleben auf seiner Facebook-Seite dazu zu Wort: „Ach Menschenskinder, geht das schon wieder los? Sie hat doch eigentlich genug Probleme zu meistern“, leitet er seinen Zwischenruf ein.
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FAZ: Klöckners Wolfsbrandbrief ist „kontraproduktive Effekthascherei“
Selbst die als konservativ einzustufende „Frankfurter Allgemeine“ bezeichnet den „Brandbrief“ von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) an SPD-Umweltministerin Svenja Schulze (WM berichtete, hier!) als eine „Effekthascherei, die für das differenzierte Verständnis der wolfspolitischen Situation eher kontraproduktiv ist“.
Das „unwürdige, populistische und fachlich durch nichts begründete Gerede“ des Jägerpräsidenten
Gemeint ist mit diesen Worten der niedersächsische Jägerpräsident Helmut Dammann-Tamke, der außerdem CDU-Landtagsabgeordneter im niedersächsischen Landtag ist. Dammann-Tamke, der die Arbeit des wissenschaftlich renommierten Senckenberg-Instituts im Zusammenhang mit dem angezweifelten, weil nicht nachweisbaren Wolfsübergriff auf einen Friedhofsgärtner bei Steinfeld (niedersächsischer Landkreis Rotenburg) arg kritisierte (WM berichtete, hier!), sei an einer Lösung von Konflikten mit den Wölfen …„vermutlich gar nicht interessiert“.
Sachsens neue Wolfsverordnung: „Mit sturer Verbissenheit“
Typisch sei es für die Arbeit des sächsischen Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt, der sich laut Leipziger Internet-Zeitung im vergangenen Herbst auf die „völlig überflüssige Wolfsverordnung“ konzentriert habe und damit den eigentlichen Herausforderungen seines Amtes mit sturer Verbissenheit ausgewichen sei.
Wanderwolf läuft bis nach Dänemark
Der nachfolgend verlinkte Beitrag zeigt einen der Gründe, warum die politisch immer wieder mal geforderten „wolfsfreien Zonen“ unter Fachleuten wenig Begeisterung wecken: Weil dadurch die Wanderungen der Jungwölfe und damit ihres „genetischen Austauschpotenzials“ unterbrochen oder sogar ganz verhindert werden, was die genetische Verinselung der standorttreuen Familien begünstigen und die Wiederbesiedelung der Beutegreifer in ganz Mitteleuropa in Gänze hemmen würde.
Podcast: Ein 5-Minuten-Gespräch mit Robert Habeck
In der Tagesspiegel Reihe „Fünf Minuten Berlin“ interviewte Felix Hackenbruch jetzt den Grünen-Chef Robert Habeck zum Wolf. Habeck, der als er noch nicht wusste, dass er später einmal „Wolfsminister“ und „Schafhalterminister“ werden würde, bereits als Schriftsteller zusammen mit seiner späteren Ehefrau Andrea Paluch eIn Jugendbuch über Wolfe veröffentlichte (hier!), bezieht darin Stellung zu Tier- und Artenschutzfragen, ebenso aber auch zur Weidetierhaltung und der aus seiner Sicht notwendigen Unterstützung der Tierhalter.



