Ein Bündnis aus elf Organisationen der Landwirtschaft und Nutztierhaltung, des Natur- und Tierschutzes sowie der Jagd hat gemeinsame Empfehlungen für einen bundeseinheitlichen Herdenschutz und Kriterien zur Tötung von auffälligen Wölfen vorgelegt. Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in Berlin kritisierten die Verbände, dass in dem Bereich oftmals eine praktische wie rechtliche Unsicherheit herrsche.
Dorsche, Heringe und Wölfe
Ein spektakuläres politisches Versagen in punkto Artenschutz kann man gerade in Mecklenburg-Vorpommern beobachten, wo Till Backhaus seit mehr als 20 Jahren Ministerposten für Landwirtschafts- und Umweltfragen bekleidet.
Analogien zur Fridays-for-Future-Bewegung, die derzeit lautstark auf der Straße beklagt, dass sogar als gesichert geltende wissenschaftliche Erkenntnisse kaum den aktuellen politischen Klimadialog einfärben, gibt es dabei wohl nicht rein zufällig.
Vertrauensnotstand
Regierungskrise. Wieder einmal! Die deutsche Bevölkerung kann sich wohl – so zeichnet es sich ab – erneut einige Wochen und Monate auf SPD-Personaldebatten und Neuwahldiskussionen einstellen. Und mal ehrlich: Ist es überhaupt vorstellbar, dass ein neuer SPD-Vorstand – wie auch immer er aussieht – mit der Fortsetzung des „Nahles-Projektes GroKo“ der Öffentlichkeit glaubwürdig einen „Neuanfang“ vermitteln kann? Das dürfte schwierig werden.
Ungleiche Zukunftsängste: Klimawandel und Wölfe
Hätten die Kabinettsmitglieder, die kürzlich den unsachlichen und leichtfertigen Beschluss zum Abschuss von rissverdächtigen Wölfen gefasst haben, genauso viel Angst vor den Folgen des Klimawandels wie vor dem bösen Wolf, dann sähe die Klimapolitik in Deutschland sicher viel konsequenter aus, kommentierte Manfred Niekisch von der Frankfurter Rundschau heute den Kabinettsbeschluss vom 22. Mai (weitere Infos hier!).
Studie nach Europawahl beweist: Umweltbewusstsein der Deutschen steigt
Wer das Ergebnis der Europawahl am vergangenen Sonntag besser verstehen möchte, sollte sich einen Blick in die am Dienstag dieser Woche veröffentlichte Umweltbewusstseinsstudie gönnen, die auf der Basis von 4.000 befragten Personen erstellt wurde. Die Ergebnisse der Studie belegen nämlich, was auch die Europawahl bereits vermuten ließ: Der Stellenwert von Umwelt- und Klimaschutz ist in der Bevölkerung in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen.




