Wolfsmonitor – Seite 18 – Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

Live and let die…

Während jetzt im Emsland auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 mit einer Überwachungskamera acht Wolfswelpen nachgewiesen wurden (wo der Nachwuchs des Vorjahres – sechs Jungtiere – abgeblieben ist, bleibt allerdings unklar), wurde auf Nachfrage der Rundfunkanstalt Berlin-Brandenburg (rbb) bekannt, dass bislang im Land Brandenburg auf Basis der Wolfsverordnung sieben Wölfe getötet wurden.

Wolfsrisse? Nein, eher Sensationsgier!

So manches Print- oder Onlinemedium liegt – immer um brandaktuelle Meldungen bemüht – nicht selten, wie sich später oft herausstellt, gehörig falsch. Auffällig ist, wie häufig das bei vermeintlichen Wolfsrissen der Fall ist. Diese Webseite vermeidet es deshalb üblicherweise, Spekulationen über Wolfsrisse zu veröffentlichen, bevor die offiziellen Untersuchungsergebnisse vorliegen. Und das aus gutem Grund:

Empfangsstörung?

Kennen Sie den Spruch? Entweder Du gehst mit der Zeit oder Du gehst mit der Zeit. Zeitgemäße Schafhaltung im Wolfsgebiet, insbesondere wenn sie „professionell“ betrieben wird, heißt heute Schafhaltung mit Herdenschutzhunden. Punkt. Alles andere nenne ich unprofessionell.

NABU: Geplante „Lex Wolf“ unnötig!

Berlin – Der NABU appelliert an Vertreter der Bundesländer im Bundesrat, sich diesen Freitag gegen die vom Kabinett geplanten Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz auszusprechen. Der sogenannten „Lex Wolf“ zufolge sollen Wölfe künftig einfacher geschossen werden können, auch wenn nicht sicher ist, ob es sich wirklich um das entsprechende Tier handelt.

Fehlerhafter Beitrag: Jetzt hat es auch die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) „erwischt“…

Manche Zeitungsartikel werden gedreht, gewendet, genutzt und ausgewrungen, bis die Schwarte kracht. Ein Indikator für die Qualität der Inhalte? Nicht, wenn peinliche Fehler sogar noch Monate nach dem Erscheinen eines Artikels erneut veröffentlicht werden. Wie jetzt bei der NOZ.

Wolfschutzverein „entsetzt“ über Verbändevorschlag

Elf Verbände, darunter der BUND, der NABU und der WWF legten vergangenen Mittwoch einen gemeinsamen Vorschlag vor, wie man sich einen bundeseinheitlichen Herdenschutz vorstellen könnte und welche Kriterien ihrer Ansicht nach künftig zur Tötung von Wölfen angelegt werden sollten (WM berichtete, hier!). Der Verein Wolfsschutz Deutschland e. V. zeigt sich darüber entsetzt, nicht zuletzt, weil der nun vorgelegte Vorschlag aus Sicht des Vereins sogar die Empfehlung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) bei der Zaunhöhe unterbietet.