Halten wir einmal fest: Die bis Ende Mai befristete artenschutzrechtliche Genehmigung zur Entnahme des Wolfsrüden „GW717m“ (Rodewalder Rüde) wurde jetzt erneut bis Ende Juni verlängert. Das meldete gestern das niedersächsische Umweltministerium, dem der SPD-Mann Olaf Lies als Minister vorsteht. Dieser Minister betreibt also weiterhin – unter offenkundiger Ausblendung höchst relevanter Fakten, so Experten – aktive Wolfsabschusspolitik.
Die „Seniorenpartei“ und die „Giftigen“…
„Die Giftigen“ waren dem Aufruf des Sottrumer Gemeindeverbandes der Christdemokraten (CDU) zur Diskussion des Wolfgeschehens so kurz vor den EU-Wahlen ferngeblieben. Mit dieser „toxischen“ Bezeichnung waren wohl die Wolfsbefürworter gemeint, doch den meisten von ihnen dürften die schlichten und einsilbigen Salven der überaus bekannten Wolfsbedenkenträger Dammann-Tamke und Ehlen eh hinlänglich bekannt sein.
Rodewalder Wolfsrüde: Freundeskreis freilebender Wölfe klagt gegen Abschusserlaubnis
Der Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. hat nun, nachdem der Verein im Februar mit einem Eilantrag gegen die Entnahme des Rodenwalder Wolfsrüden beim Oberverwaltungsgericht gescheitert war, Klage gegen den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eingereicht. Die Pressemeldung dazu im Wortlaut:
Rätsel um Wolfsattacke gelöst
Erinnern Sie sich noch an die Meldung einer Wolfsattacke auf eine Joggerin in der Oberlausitz bei Bautzen? Wolfsmonitor berichtete vor wenigen Tagen darüber (hier!) Der Vater einer joggenden Ärztin berichtete davon, dass das Tier auf die Frau zu gerannt und ihr „zwischen die Beine gegangen“ sei. Der Sachverhalt konnte jetzt aufgeklärt werden.
Umstrittener Kabinettsbeschluss
Der gestrige Beschluss des Bundeskabinetts sieht u.a. vor, Wölfe künftig leichter abschießen zu können, sofern sie Nutztiere reißen. Die zuständigen Landesbehörden müssten dem allerdings vorher zustimmen. Ein Abschuss von Wölfen soll dem Beschluss nach künftig auch dann möglich sein, wenn nicht klar ist, welches Tier für einen Riss verantwortlich ist. Demzufolge können Wölfe in einer Region so lange geschossen werden, bis es keine Übergriffe mehr gibt – selbst wenn dafür ein ganzes Rudel getötet werden muss.





