Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland wollen künftig im Wolfsmanagement zusammenarbeiten. Das ist eine wirklich gute Nachricht, denn dadurch zeigt sich: Der Föderalismus in Deutschland beflügelt den Wettbewerb der Ideen und ermöglicht dennoch die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg, wenn es sinnvoll erscheint. Und das Subsidiaritätsprinzip sorgt ergänzend dafür, dass die Kirche trotzdem im Dorf bleibt.
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Brandenburg: Abschuss des Dobbrikower Wolfsrudels offiziell abgelehnt
Ein Landwirt aus Brandenburg hatte im Januar nach zwei Wolfsrissen im März und Oktober 2017 den Abschuss des Dobbrikower Wolfsrudels, das sich im Nuthe-Urstromtal angesiedelt hat, gefordert (Wolfsmonitor berichtete, hier!). Der Antrag wurde seinerzeit von einschlägigen Verbänden als „Test“ der neuen Brandenburgischen Wolfsverordnung gewertet. Der entsprechende Antrag sei allerdings nun abgelehnt worden, teilte das Brandenburger Landesumweltamt heute mit. Die Begründung im Wortlaut:
„Managen statt massakrieren“: Vier Bundesländer einigen sich auf gemeinsames Wolfsmanagement
Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland wollen künftig im Wolfsmanagement zusammenarbeiten. Ein solches abgestimmtes Vorgehen sei – wie Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) am Montag in Stuttgart erläuterte – bundesweit einzigartig. „Wir betreten hier Neuland.“
Mecklenburg-Vorpommern: Verbleib des Lübtheener Rudels derzeit unklar
Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern (LM) informiert:
„Wolfsrudel teilen Territorien neu auf“
„Bei den in Mecklenburg-Vorpommern siedelnden Wolfsrudeln gibt es offenbar Veränderungen hinsichtlich der Aufteilung der Territorien. Aktuell sind in Mecklenburg-Vorpommern zwei Wolfsrudel als dauerhaft ansässig nachgewiesen, und zwar in der Kalißer Heide und der Ueckermünder Heide.
Ab heute: Sonderausstellung zum Thema Wolf im Emsland Moormuseum
Heute wird im Moormuseum in der emsländischen Gemeinde Geeste die Wanderausstellung „Der Wolf – ein Wildtier kehrt zurück“ eröffnet. Bis zum 13. Mai kann die aus dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover übernommene Ausstellung genutzt werden, die Lebensweise der Wölfe näher kennenzulernen, um zu verstehen, wie Schutz für und vor Wölfen sinnvoll gestaltet werden kann.
74 EU-Vertragsverletzungs-Verfahren und die Kraftmeierei einiger Verbandsfunktionäre
74 EU-Vertragsverletzungsverfahren gibt es derzeit gegen Deutschland, darunter 16 laufende Verfahren gegen Umweltverstöße, so beispielsweise aufgrund von Nitrat im Trinkwasser oder wegen Verstoßes gegen die Wasserrahmenrichtlinie. Daran sei am 3. März, dem Tag des Artenschutzes, einmal nebenbei erinnert. (*1)





