NABU – Seite 4 – Wolfsmonitor

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Niedersachsen: Minister Lies kritisiert „Kollegin“ Otte-Kinast harsch

Sollten wir uns am Ende tatsächlich in Olaf Lies (SPD) getäuscht haben? Der niedersächsische Umweltminister, der sich noch vor gar nicht allzu langer Zeit in Wolfsabschussfantasien erging (z.B. hier!) und dafür viel Kritik erntete (z.B. hier!), scheint plötzlich echte umweltpolitische Akzente setzen zu wollen. Richtige und wichtige Akzente zudem!

Zustimmung zum Wolf in Deutschland bleibt hoch!

Allen Desinformationskampagnen und Unkenrufen von Wolfsgegnern zum Trotz: Die Zustimmung zum Wolf bleibt im Vergleich zum Jahr 2015 in Deutschland unverändert hoch! Der NABU hat jetzt erneut eine forsa-Umfrage mit der gleichen Fragestellung zum Wolf durchgeführt, die Ergebnisse sind nahezu identisch wie damals. 79 Prozent der Bundesbürger finden es demnach erfreulich, dass der Wolf wieder Teil der Natur in Deutschland ist.

„Frau Ministerin, korrigieren Sie sich schnellstens in der Öffentlichkeit!“

Barbara Otte-Kinast, neue niedersächsische Agrarministerin, äußerte am letzten Wochenende auf dem Kreisjägertag in der Schwaneweder Schützenhalle, der Wolf könne nur dann „erzogen“ werden, …“wenn wir zwischendurch auch mal einen rausschießen.“ (Wolfsmonitor berichtete, hier!) Solche kraftmeierischen Sätze provozieren natürlich breiten Widerstand. Thomas Mitschke, der erste Vorsitzende der NABU-Kreisgruppe Lüneburg, schreibt beispielsweise auf seiner Facebook-Seite:

Die „Problem-Wolfsverordnung“

In Brandenburg gibt man sich gerade reichlich Mühe, mit dem zweiten Anlauf einer „Wolfsverordnung“ problematischer Wölfe Herr zu werden. Die Lösung ist gemäß dieser Rechtsgrundlage die verordnete Eskalation vom Steinwurf bis zur letalen Entnahme (Abschuss) der Beutegreifer. Voraussetzung: Es gibt sie überhaupt, die Problemwölfe.

Jagdverband, WWF und NABU kommentieren Konferenz der Umweltminister in Potsdam

Anlässlich der Umweltministerkonferenz, die am Mittwoch in Potsdam begann, fordert der WWF ein Ende der verbalen Wolfshatz durch Politiker und Lobbyverbände. Stattdessen solle man endlich den Herdenschutz in Deutschland verbessern. (*1)

NABU: Oesterhelwegs Äußerungen zum Wolf zeugen von Unwissenheit oder Stimmungsmache!

Als besonders verantwortungslos bezeichnete der NABU in Niedersachsen in einer Pressemeldung die Äußerungen von CDU-„Schattenminster“ Frank Oesterhelweg, mit der er vergangene Woche Ängste innerhalb der Bevölkerung des Cuxlandes vor den Wölfen schürte.