Wölfe – Seite 83 – Wolfsmonitor

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Um fünf Uhr morgens aufgestanden, um einer wildfremden Frau zu helfen…

Solveig Hecht, Schafhalterin aus dem niedersächsischen Reinstorf (Landkreis Lüneburg), freut sich über die Unterstützung der Freiwilligen, die ihr halfen, ihre Weide sicherer zu machen. Sie hatte von Wolfsrissen in der Nachbarschaft gehört und deshalb mit Wolfsberater Uwe Martens gesprochen. Der holte für eine Zaunbauaktion die Initiative „WikiWolves“, den NABU-Lüneburg und den „Freundeskreis freilebender Wölfe e.V.“ mit ins Boot.

Der „Säxit“ und die Wölfe

„Sachse, so heißt es, sei das Höchste, was ein Mensch auf Erden werden kann. Die klare Botschaft aus dem Freistaat lautet: Wir wollen, wir brauchen dieses Deutschland nicht, wir wissen und können es besser“, schrieb der weithin bekannte Hajo Schumacher noch vor zwei Tagen in seiner Kolumne „Schumachers Woche“ in der Berliner Morgenpost. (*1)

Warum ich mich gerade jetzt daran erinnere, als ich von Bautzens Landrat Michael Harig, der scheinbar selbst Schafe hält, las, er habe beim sächsischen Umweltministerium den Antrag gestellt, das Rosenthaler Wolfsrudel zu entnehmen?

Schweiz: Briten lachen über teuersten Wolf aller Zeiten

Die britische Zeitung „The Times“ macht sich über den teuersten Wolf aller Zeiten lustig, berichtet nun der Schweizer „Blick“. (*1)

Der Grund: Im Juni wurde „M68“ als erster Wolf nach 160 Jahren im Kanton Uri erlegt, nachdem 23 Jäger und neun Wildhüter die Jagd aufnahmen und insgesamt 1.066 Stunden benötigten, …“to shoot the beast“. (*2)

Meck-Pomm: 4 Welpen in der Lübtheener Heide, 3 in der Ueckermünder Heide nachgewiesen

Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz in Mecklenburg-Vorpommern informiert im Rahmen einer Pressemitteilung vom 24. Oktober (im Wortlaut):

7 Wolfswelpen in Fotofalle getappt

Die in Mecklenburg-Vorpommern bekannten Wolfsrudel haben erfolgreich Nachwuchs großgezogen.

Schweiz: Gegner der Großraubtiere vereinen sich

Insgesamt 9 Interessensgemeinschaften und Initiativen aus 5 Kantonen in der Schweiz haben sich nun zusammengetan, um die „Vereinigung zum Schutz von Jagd- und Nutztieren vor Grossraubtieren in der Zentralschweiz (VSvGZ)“ zu gründen.

Der Verein hat zum Ziel, die Schweizerische Gesetzgebung dahingehend zu verändern, künftig Grossraubtiere leichter „regulieren“ zu können.

Und ewig locken die Herden….

Wenn Wolfsrudel sich erst einmal in einer Region etabliert haben, gehen dort die Schäden durch Übergriffe auf Nutztiere gewöhlich zurück. Beim Verlust eines Leittiers jedoch, aber auch beim Abschuss eines rangniederen Wolfes, neigen die desorientierten Überlebenden vermehrt zu Viehdiebstählen.

Ein Blick nach Slowenien zeigt außerdem: Die regelmäßige Tötung von Wölfen ist offenbar sinnlos. Sie führt nachweisbar nicht zu weniger Viehrissen, es sei denn, man tötet gleich ganze Wolfsrudel. Die Langzeitfolgen dieser Strategie wurden allerdings noch nicht hinreichend erforscht (Anmerkung der Redaktion: Man darf annehmen, dass bei ausreichend großer Population dann ein neues Rudel den Platz des alten Rudels einnimmt).