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Wir oder der Wolf?

Von einem Wolfsübergriff betroffene Nutztierhalter stellen nicht selten dieselbe Frage: Wir oder der Wolf? Auch Anna und Oliver Levedag stellen sie, wie die „LZ-Online“ gestern nach einem Schafsriss bei ihnen in Vogelsang berichtete. Und dennoch ist die Frage falsch. Es kann nur „sowohl wir als auch der Wolf“ heißen, denn die Beutegreifer werden nie wieder aus unseren Breiten verschwinden.

Um fünf Uhr morgens aufgestanden, um einer wildfremden Frau zu helfen…

Solveig Hecht, Schafhalterin aus dem niedersächsischen Reinstorf (Landkreis Lüneburg), freut sich über die Unterstützung der Freiwilligen, die ihr halfen, ihre Weide sicherer zu machen. Sie hatte von Wolfsrissen in der Nachbarschaft gehört und deshalb mit Wolfsberater Uwe Martens gesprochen. Der holte für eine Zaunbauaktion die Initiative „WikiWolves“, den NABU-Lüneburg und den „Freundeskreis freilebender Wölfe e.V.“ mit ins Boot.

Zeit zum Vergrämen!

Stellungnahmen, Einschätzungen und Ratschläge, wohin man auch schaut. Die niedersächsischen Wölfe sorgen erneut für breite Unruhe.
Eigentlich sind es zurzeit nur zwei, die so genannte „Goldenstedter Wölfin“ und ein besenderter Jungwolf aus dem Munsteraner Rudel, von Wolfsschützern im Internet liebevoll „Kurti“ genannt. Beide sind angeblich „auffällige“ Wölfe, bzw. „Problemwölfe“. Angeblich.

Wegen „Kurti“ wurde nun erstmals der Ernstfall ausgerufen. Der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel lässt die so genannte „Entnahme“ des Munsteraner Jungwolfs vorbereiten. Jedoch nur für den Fall, dass „mildere Mittel“ wie zum Beispiel Vergrämungsmaßnahmen nicht greifen.

Bereits am heutigen Samstag treffen sich einige Experten,