Wolfsmonitor – Seite 93 – Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland

Niedersachsen: Die Wolfspolitik des Ministers für Wissenschaft und Kultur

Während Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) gerade die erst vor kurzem angekündigte Prämie zur Förderung der Weidewirtschaft auf Grünflächen streicht und darüber hinaus am AUS für die flächenabhängige Grünlandprämie festhält, forderte ihr Kollege, Wissenschaftsminster Björn Thümler (ebenfalls CDU), auf einem Neujahrsempfang der Kreislandvolkverbände Friesland und Wesermarsch in Varel unter „viel Applaus“ weniger Wölfe und mehr Unterstützung für die Landwirtschaft.

FDP und AFD beim Thema Wolf einig?

Das zumindest meldet heute n-tv.de. Demnach will die AFD im Bundestag einen Antrag einreichen, der die Wolfspopulation „regulieren“ und eine „Obergrenze“ festlegen soll. Auch die FDP will die Jagd auf den Wolf erlauben. Nach Auskunft der BILD-Zeitung soll der Antrag bereits heute in der Fraktion beschlossen und schon am 2. Februar im Bundestag diskutiert werden.

Kurt Kotrschal: Wölfe nicht ständig zu Sündenböcken zu machen

„Von Wölfen zerrissen zu werden ist die Mutter aller Urängste. Eine irreale Angst, wie Deutschland zeigt: Dort leben heute mehrere Hundert Wölfe, passiert ist bisher nichts.“ Zu lesen sind diese Zeilen von dem Zoologen und Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, Kurt Kotrschal, heute in „Die Presse“.

Neue Experten in den Wolfsbüros in Rietschen und Hannover

Sowohl im Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ als auch im Wolfsbüro beim NLWKN in Hannover (Niedersachsen) gab es kürzlich personelle Wechsel. Der Forstwissenschaftler Philipp Kob und die Ökologin Sophia Liehn kamen in Rietschen für Vanessa Ludwig (Elternzeit) und Helene Möslinger, die zum „LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschungwechselte.

Beim Zorn des Schwarzwälders: „Dann fliegen Kugeln…nicht auf den Wolf, sondern auf Menschen!“

Bei einer öffentlichen Veranstaltung der SPD-Bundestagsabgeordneten Saskia Esken letzten Donnerstag in ihrem Wahlkreis 280 (Calw/Freudenstadt) kam es laut „Schwarzwälder Bote“ offenbar zu einem Eklat. Der Präsident eines Interessensverbands ergriff das Wort und forderte, die Politik solle endlich etwas gegen die Rückkehr der Wölfe unternehmen.