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Na was denn nun? Jagdrecht oder kein Jagdrecht gefordert?

Gestern behauptete Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Jägerschaft in Niedersachsen und Präsidiumsmitglied im Deutschen Jagdverband (DJV), im Bundestagsausschuss noch, dass die Jägerschaft mit der Forderung, den Wolf in das Jagdrecht aufzunehmen, den immer lauter werdenden Rufen mehrerer Umweltminister nach Regulierung folge, darunter auch denen des Ministers aus Niedersachsen (Aufzeichnung der Sitzung ab 2:05:25, hier der Link!).

3 Antworten von Torsten Fritz

Torsten Fritz (45), Mitarbeiter der Unteren Jagdbehörde beim Landkreis Potsdam-Mittelmark, ist Jäger, Jagdhundeführer und gleichzeitig ehrenamtlicher Wolfsbeauftragter für die Region südwestlich von Berlin/Potsdam. Wolfsmonitor führte vor dem Hintergrund einer Pressemeldung in der Märkischen Allgemeinen vom 12. Oktober, in der davon berichtet wurde, dass die örtlichen Jäger die Entwicklung der Wolfspopulation als „dramatisch“ bezeichnen, nun ein Interview mit ihm.

WOLFSMONITOR: Herr Fritz, kürzlich berichtete die Märkische Allgemeine auf ihrer Webseite davon, dass die Jägerschaft im Fläming die Wölfe dort als „Plage“ empfinden. Die Beobachtungen der Jäger seien eindeutig, Wölfe seien eine „unterschätzte Gefahr“. Deshalb soll nun beim Umweltministerium in Brandenburg gefordert werden, Wölfe „durch Abschuss dezimieren“ zu dürfen. Sie haben als ehrenamtlicher Wolfsbeauftragter im Landkreis Potsdam-Mittelmark einen Überblick über die dortigen Wolfsvorkommen. Können Sie die Einschätzungen der Jägerschaft bestätigen?