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Jäger in Rotenburg wollen Wölfe im Jagdrecht

Die Jägerschaft Rotenburg war sich vorgestern auf der jährlichen Hauptversammlung in Visselhövede offensichtlich einig: „Wir wollen, dass der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen wird”, ist von dort zu lesen.(*1) Formuliert wurde diese Forderung von Hans-Heinrich Ehlen, der anscheinend noch ergänzte, man solle die Jäger als „Fachleute“ fragen, wenn es um „die notwendige Regulierung der Wolfspopulation“ gehe.

“Will man den Sumpf austrocknen, lässt man nicht die Frösche darüber abstimmen”

Der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Bruno Schönlank gab in einer Rede vor dem Reichstag am 9. Februar 1894 den Ausspruch eines unbekannten Pariser Arbeiters aus dem Jahr 1874 zum Besten: „Will man den Sumpf austrocknen, lässt man nicht die Frösche darüber abstimmen.“

„WILD UND HUND“- Chefredakteur Heiko Hornung: Wölfe als Trojaner

In der aktuellen Januarausgabe des in Jägerkreisen beliebten und weit verbreiteten Magazins WILD UND HUND wagt Chefredakteur Heiko Hornung im Editorial einen kurzen Ausblick auf das gerade begonnene Jahr. Wolfsobergrenzen und viele Gespräche über Problemwölfe werden uns demnach in den nächsten Monaten beschäftigen.

Lam(m)entieren ohne Sachverstand

Eigentlich habe ich nichts gegen Diskussionen zum Wolf, in denen auch vermeintliche Tabuthemen angesprochen werden. Die beständigen öffentlichen Forderungen nach Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht sind allerdings mittlerweile eine Qual für den Geist.

Während die „Dresdner Resolution“ der umweltpolitischen Sprecher der CDU/ CSU erst einmal nur die Überprüfung einer Übernahme des Wolfs ins Jagdrecht fordert, lässt Niedersachsens FDP nichts unversucht, des Wolfs im Jagdrecht habhaft zu werden.