Aufgelesen – Seite 18 – Wolfsmonitor

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Ruhepause an der „Wolfsfront“?…

Zurzeit ist es ziemlich ruhig an der „Wolfsfront“. Dem fiktiven Ort also, wo Wolfsbefürworter und Wolfsgegner sich einen guten Morgen oder auch eine gute Nacht wünschen. Es scheint, als sei es selbst den 700 bis 800 „deutschen Wölfen“ gerade zu heiß, um Schlagzeilen zu produzieren. Dennoch gibt es einiges zu berichten:

Zurückgetretener Wolfsberater über Populismus, Politik und geschürte Panik

Franz-Otto Müller trat nun als Wolfsberater in der Wesermarsch zurück. In einem Interview mit dem Weser-Kurier zieht er Bilanz: Das eigentliche Problem in der Region seien nicht die Wölfe, sondern Hunde, populistische Politiker und panikschürende Interessenvertreter wie das Landvolk und die Schafzuchtverbände.

„Zeitenwende“ für Tierhalter nun auch im Südwesten

Das Credo von Diana Dengler aus Auerbach und Christine Günther aus Neunkirchen lautet: „Wir wollen die Tierhalter unterstützen und ihnen helfen, die richtigen Abwehrmaßnahmen gegen den Wolf zu treffen.“ Beide gehören zu WikiWolves, einer bundesweit tätigen Plattform, die Herdenschutz durch Freiwilligeneinsätze organisiert.

„Sachsens Wolfsmanagement funktioniert.“

Im Freistaat Sachsen wurden im letzten Jahr 13.600 EUR Schadensausgleich für Wolfsübergriffe gezahlt. Ein Jahr zuvor, also 2016, waren es noch 41.900 EUR. Das sind die Zahlen, die der Antwort auf die „Kleine Anfrage“ des sächsischen Abgeordneten Andreas Heinz (CDU) zu entnehmen sind. (*1)

Umweltministerin Svenja Schulze pocht auf gemeinsame Monitoringberichte mit Polen

Deutschlands Wölfe gehören größtenteils der deutsch-polnischen „Zentraleuropäischen Flachlandpopulation (ZEP)“ an, auch „Mitteleuropäische Tieflandpopulation“ genannt. Diese grenzübergreifend vorkommende Wolfspopulation ist eine von insgesamt 10 verschiedenen Populationen in Westeuropa.