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Sachsen: Landratsamt Görlitz erteilt offenbar Abschusserlaubnis für Wolf

Das Landratsamt Görlitz hat nach Recherchen der “Freien Presse” eine diesmal unbefristete Ausnahmegenehmigung für die Tötung eines Wolfes erteilt, der das sächsische Umweltministerium offenbar nach einer Prüfung zugestimmt hat. Die Genehmigung gilt für einen Wolf, der zwei Hunde getötet haben und immer wieder in der Ortschaft Weißkeißel gesehen worden sein soll. Offenbar handelt es sich dabei um ein krankes Tier.

Rietschener Kontaktbüro„Wölfe in Sachsen“ sucht Mitarbeiter/in

Auf der Webseite des Kreises Görlitz gefunden (im Wortlaut):

Stellenausschreibung Sachbearbeiter/-in im Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“

Im Landratsamt Görlitz, Kreisforstamt, Standort Rietschen, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Vollzeitstelle (340-0-72DM) als Sachbearbeiter/-in im Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Wolf, befristet bis zum 31.12.2019, zu besetzen.

Pumpak war bereits zweimal besendert!

Das teilte nun das Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ (ehemals “Wolfsregion Lausitz”) in einer Online-Information mit. Darin heißt es: “Seit Mitte November 2016 zeigt sich ein Wolf wiederholt in Siedlungsbereichen des Landkreises Görlitz, vor allem bei der Gemeinde Rietschen.

Was sonst noch geschah…

Dass die aus Sicht vieler Umwelt-, Natur- und Wolfsschutzverbände unangemessene “Pumpak- Abschussverfügung” des Landratsamtes Görlitz die aktuellen „Wolfsschlagzeilen“ dominiert, dürfte nicht weiter verwundern. Es gab in letzter Zeit aber auch noch andere interessante Meldungen mit „Wolfsbezug“. Hier ein Kurzüberblick:

In Sachsen ist man offensichtlich weiterhin dazu entschlossen, Wolf „Pumpak” zu erschießen…

Noch im November wurde von den umweltpolitischen Sprechern der Fraktionen von CDU und CSU in der sogenannten „Dresdner Resolution“ ein praxistaugliches Wolfsmanagement für den Bund und die Länder eingefordert. Darin heißt es beispielsweise, dass das „in letzter Konsequenz notwendig werdende Töten verhaltensauffälliger Tiere auch aus Gründen der öffentlichen Sicherheit nicht tabuisiert“ werden darf. (*1)

Nachtrag: Die offizielle Pressemeldung zur “Entnahme” Pumpaks

In Sachsen wurde die Abschussfreigabe für den offensichtlich “futterkonditionierten” Wolf mit dem Spitznamen “Pumpak” (polnisch für “der Fette”) erteilt. Das Umweltministerium informierte am 19. Januar über den “Medienservice Sachsen” darüber. Die Entscheidung stieß allerdings auf großen Widerstand, insbesondere bei Natur- und Wolfsschutzverbänden, die offenbar davon ausgehen, dass diese Entscheidung nicht fachlich, sondern politisch motiviert war. Hier die Ursprungsmeldung quasi als Wolfsmonitor-Nachtrag im Wortlaut: