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Brandenburg: Erste „Wolfscouts“

In Brandenburg gibt es bereits seit einigen Monaten staatlich beauftragte Problemwolf-Jäger. Die sollen, so besagt es die Brandenburger Wolfsverordnung, verhaltensauffällige Wölfe verscheuchen, vergrämen und bei Bedarf sogar töten dürfen. Ausschlaggebend für diesen Auftrag an eine private Firma – der Vertrag läuft bis Ende 2020 – waren demnach folgende Kriterien:

Traurige Bilanz

Immer unverhohlener forderten Jagdfunktionäre in der jüngsten Vergangenheit öffentlich den jagdlichen Zugriff auf den Wolf. Dabei erscheint nichts widersinniger, als die exzellenten tierischen Schalenwildjäger ausgerechnet in die Obhut ihrer größten jagdlichen Konkurrenten zu stellen. Im Gegenteil, das Zusammenleben mit großen Beutegreifern, wie mit Wölfen, Luchsen und Bären, muss fachlich und wildbiologisch begleitet und unterstützt werden, sei es beim Monitoring, der wissenschaftlichen Beratung oder auch beim Herdenschutz.

Unionsminister wollen Spezialeinheit für Wölfe

Kaum ist die Tinte auf dem Koalitionspapier trocken, verabschiedeten die Agrar- und Umweltminister der Union auf einem Treffen am vergangenen Freitag und Samstag in Dresden und Königsbrück ein Thesenpapier, mit dem sie ein länderübergreifendes und einheitliches Wolfsmanagement verlangen.

Neues Wolfsbuch: Andreas Beerlages “Wolfsfährten”

Einen Mangel an Neuerscheinungen über die wölfischen Rückkehrer kann man zurzeit im Buchhandel nicht gerade ausmachen. Andreas Beerlage aus Hamburg, freier Journalist mit Schwerpunktthemen aus Natur und Wissenschaft, hat den zuletzt erschienenen Exemplaren nun noch ein weiteres Buch mit dem Titel „Wolfsfährten“ hinzugefügt. Mehr als 15 Jahre folgte Beerlage den zurückgekehrten Beutegreifern in Deutschland. Am Ende, so gesteht er, ist dabei der Zauber, der die Wölfe umgibt, für ihn schlichtweg verflogen.

Endlich “Wolfsscouts” in Niedersachsen?

In einem aktuellen Interview mit der “Hannoversche Allgemeinen (HAZ)” sagte Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel: “In diesem Jahr werden wir nicht nur die Entschädigungen vereinfachen und ausweiten, sondern den Haltern bei Bedarf auch eine Art Taskforce zur Seite stellen.”

Wolfsabschuss offenbart ein Dilemma

Mit dem ersten legalen Abschuss eines Wolfes in Deutschland wurde  – so der Eindruck, wenn man heute die offiziellen Reaktionen in der Presse darüber liest – scheinbar ein sehr dringliches Problem „gelöst“.

Mehrfach ist zu lesen, dass mit der „letalen Entnahme“ des Wolfes nun die gefährdete Akzeptanz in der Bevölkerung für die Rückkehr der Wölfe gewahrt bleibe. Insofern sei das Opfer hinnehmbar, wenn nicht vielleicht sogar notwendig gewesen.

Die Logik, die sich hinter solchen Aussagen verbirgt, ist dennoch nur eine vordergründig richtige Logik.